Der grüne Star: Eine weit verbreitete Augenkrankheit

Das Auge ist das wohl wichtigste Sinnesorgan des menschlichen Körpers. Durch unsere Augen erschließt sich uns die Welt, in Farbe, Form und Bewegung. Es ist jedoch auch ein sehr empfindliches Organ. Durch seine Position im menschlichen Schädel, durch das Augenlied und den Lidschlagreflex ist es recht gut geschützt, jedoch unterliegt es, genau wie der Rest des menschlichen Körpers, natürlichen Schwankungen. Der durch Müdigkeit, Stress oder Anspannung produzierte Energiemangel wirkt sich auf unsere Sehkraft aus. Auch gibt es viele verschiedene Krankheiten, die das Auge enorm schädigen können und zu Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmungen, Farbenblindheit, Schielen oder sogar zum Erblinden führen können. 

Brillen für Deutschland

Aufgrund von erblicher Veranlagung, aber auch durch Folge von Augerkrankungen, tragen 62 Prozent der Erwachsenen in Deutschland heut zutage eine Brille oder Kontaktlinsen. Das sind 22 Prozent mehr als noch vor 60 Jahren. Verantwortlich dafür sind sowohl die industriell verarbeitetes Ernährung, als auch der moderne Lebensstil, wie die Computerarbeit, mangelnde Bewegung, Alkohol oder Rauchen.

Sollte man eine auftretende Einschränkung seiner Sehkraft bemerken, ist es wichtig einen Augenarzt und später einen Optiker aufzusuchen. Eine Brille erleichtert dem Betreffenden den Alltag um ein vielfaches. Für Personen, die bereits Brillenträger sind, ist ein stetiges Überprüfen der Veränderung der Sehkraft und Anpassen der Brille von Nöten. Ein breites Sortiment gibt es in Deutschland dank hunderter Optikerläden und Online-Brillenshops, bei denen man sich Offerten, wie das Angebot von Brille24.de einholen kann.

Der grüne Star

Die am häufigsten auftretenden Augenkrankheiten in Deutschland sind die altersbedingte „Makuladegeneration“, „Grauer Star“ und „Grüner Star“.

Die fachliche Bezeichnung für den grünen Star ist „Glaukom“. Unter diesem Begriff fasst man eine Reihe an Augenkrankheiten zusammen. Unbehandelt können diese den enormen Verlust an Nervenfasern des Sehnervs bewirken. Über den Sehnerv werden Lichtimpulse von der Augennetzhaut an das Gehirn weitergeleitet, um dort zu optischen Sinneseindrücken verarbeitet zu werden.

Nach Statistiken des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands, leiden eine Millionen Menschen im Land an dieser Augenkrankheit. Weltweit gesehen, ist der grüne Star eine der häufigsten Grüne für Erblindung.

Ursachen für die Erkrankung

Es gibt viele verschiedene Ursachen für den grünen Star. Das Auge kann durch genetische Veranlagung, hohes Lebensalter, hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit, von dem Norm abweichendem Blutdruck oder Diabetes mellitus, erkranken. Diese Ursachen können zu einem erhöhten Augeninnendruck führen.

Im Ziliarkörper des Auges wird das Kammerwasser (Humor aquosus), eine klare Körperflüssigkeit, produziert. Es wird in die hintere Augenkammer geleitet und von dort gelangt es, durch die Pupille, in die vordere Augenkammer. Von dort fließt es im Kammerwinkel durch den Schlemm- Kanal und das Trabekelwerk wieder ab.

Ein Augeninnendruck entsteht, wenn sowohl die Produktion, als auch der Abfluss der Flüssigkeiten im Auge nicht im Verhältnis zueinander stehen.

Nachts und in den frühen Morgenstunden treten in der Regel die höchsten Werte des Augeninnendrucks auf. Im Normalfall liegen sie tagsüber zwischen 19 und 21 mm Hg, wobei es zu Schwankungen von bis zu 5 mm Hg kommen kann.

Verlauf der Krankheit

Die kritische Augendruckschwelle, die zu einer Schädigung des Sehnervenkopfes führt, ist von Person zu Person verschieden (Tensionstoleranz). Sollte das Auge nun unter erhöhtem Augeninnendruck leiden, muss das noch nicht zwangsweise zum grünen Star führen. Es kommt hierbei auf das Verhältnis zur Durchblutung des Sehnervs (Perfusionsdruck) an.

Ein hoher Augeninnendruck kann durch einen hohen Blutdruck ausgeglichen werden. Sollte sich jedoch der Blutdruck vom Augeninnendruck unterscheiden, kann bereits die kleinste Abweichung zur Entstehung oder zum Fortschreiten eines Glaukoms führen. Besonders schlimm ist die Kombination von hohem Augeninnendruck und niedriger Durchblutung.

Sowohl der Augeninnendruck als auch der Perfusionsdruck unterliegen natürlichen Schwankungen. Es kommt bei der Bildung eines Glaukoms also auf Dauer der Phasen von ungünstigen Druckverhältnissen an.

Durch diese sterben die einzelnen Nervenfasern des Sehnervenkopfs langsam ab. Zunächst im mittleren Netzhautperipherie und dann im Zentrum. Es findet eine Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes (Papille) statt, in dem sämtliche Nerven vom Hirn zum Augenhintergrund münden. Beim Befall von etwa 70 Prozent der Nervenfasern, entsteht eine bogenförmige Gesichtsfeldeinschränkung.

Behandlung der Krankheit

Die Schädigung des Sehnervs, kann nur durch Inspektion des Augenhintergrundes (Funduskopie) und eine Messung des Augeninnendrucks festgestellt werden. Der Betroffene selbst bemerkt den schmerzfreien Vorgang erst, wenn die Sehnervzerstörung bereits sehr fortgeschritten ist.

Der grüne Star wird im anfänglichen Stadion durch Augentropfen, später durch spezielle Laseroperationen, behandelt. Das Ziel ist eine Verminderung des Augeninnendrucks. Auch das regelmäßige Anpassen der Brille ist für die Behandlung sehr wichtig, da das Auge ansonsten unnötiger Überbelastung ausgesetzt wird.

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