Sterbehilfe und Pille danach: Ärzte für das Leben e.V. begrüßen Akzente der neuen Bundesregierung

Sterbehilfe und Pille danach: Ärzte für das Leben e.V. begrüßen Akzente der neuen Bundesregierung in Sachen Lebensrecht

Münster (15.01.14). In den Debatten um Sterbehilfe bzw. Suizidbeihilfe sowie die Freigabe der sogenannten „Pille danach“ hat die neue Bundesregierung in den letzten Wochen in zwei Fragen des Lebensrechts positive Akzente gesetzt.

Ärzte für das Leben e.V. unterstützen den Vorstoß des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe, jede geschäftsmäßige Hilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen. Sie plädieren aber dafür, diese auf jede Art der Beihilfe zur Selbsttötung auszudehnen, unabhängig davon, ob diese geschäftsmäßig oder auf sonstiger Art organisiert sei oder nicht.

„Eine Geschäftsmäßigkeit oder sonstige Organisation der Suizidbeihilfe wird in der Praxis schwer nachzuweisen sein. Darüber hinaus führt die Akzeptanz jeder Art der Beihilfe zum Suizid dazu, dass Selbstmord als solcher in der Gesellschaft mehr Akzeptanz findet. Dies läuft dem grundsätzlichen ärztlichen und gesellschaftlichen Gebot zuwider, selbstmordgefährdeten Menschen primär zu helfen, sie zu schützen und nicht aufzugeben“, erklärte der 1. Vorsitzende der Ärzte für das Leben e.V., Prof. Paul Cullen. Er erinnerte an die Worte des ehemalige SPD-Vorsitzenden und Bundesministers Franz Müntefering, der vor wenigen Tagen im ZDF-Morgenmagazin gesagt hat, wir „müssen vor allem darüber reden, wie wir die Liebe und den Mut zum Leben stärken können… .. nicht darauf setzen, dass jeder so leicht aus dem Leben scheiden kann. Sterben gehört zum Leben dazu.“

Auch begrüßen Ärzte für das Leben e. V. den Widerstand aus CDU-Kreisen, Anträge der SPD und der Linkspartei auf eine rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“ mit dem Wirkstoff Levonorgestrel abzulehnen. „Abgesehen davon, dass eine frühabtreibende Wirkung für dieses Präparat nicht ausgeschlossen werden kann, sprechen die starken Nebenwirkungen gegen eine Freigabe. In England und Frankreich ist nach der Freigabe der „Pille danach“ zudem die Zahl der Abtreibungen nicht gesunken, sondern angestiegen“, so Prof. Cullen.

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