Zwischen Heilung und Tod: 30 Jahre Intensivmedizin

Intensivmedizin heißt Arbeiten an den Grenzen zwischen Heilung und Tod. Gleichzeitig steht kaum ein medizinischer Bereich so stark im Spannungsfeld von Technisierung und Menschlichkeit. 34 Jahre lang hat Prof. Dr. Heidemarie Suger-Wiedeck sich am Universitätsklinikum Ulm in diesem Grenzbereich für Menschen engagiert und ihn auch durch ihre Persönlichkeit mitgeprägt – zuletzt als Leiterin der anästhesiologischen Intensivstation. Zu Ihrem Abschied blicken renommierte Ärzte aus ganz Deutschland auf 30 Jahre Intensivmedizin zurück und in die Zukunft.

Die Lebenserhaltung in der Intensivmedizin war noch in den 70er Jahre viel mehr als heute durch die technischen Möglichkeiten begrenzt. Damals war es beispielsweise kaum möglich, sehr kranke Patienten, deren Nieren versagten, an eine dauerhafte „Blutwäsche“ anzuschließen. Heute sind diese kontinuierlichen Nierenersatztherapien Standard – auch dank der Arbeit von Professor Suger-Wiedeck. Sie leistete hier mit ihren Weggefährten in Ulm Pionierarbeit.
Nutzte man noch in den 80er Jahren Beatmungsgeräte, die zwei verschiedene Beatmungsarten ermöglichten, bieten heutige Geräte stufenlose Einstellungen, die die Eigenatmung des Patienten fördern. Auch die Überwachung der Herz-Kreislauffunktionen ist heute weniger invasiv, dafür wesentlich genauer. Intensivmedizin ermöglicht daher heute, vielen Schwerkranken oder Schwerverletzten über kritische Phasen zu helfen und Heilung zuzulassen.

Angesichts dieser großen Fortschritte beschäftigt Intensivmediziner jenseits des Machbaren aber verstärkt die Frage, wann der Einsatz aller technischen Möglichkeiten menschlich angemessen ist. Dieser Frage stellte sich auch Professor Wiedeck, die daher beispielsweise die Klinische Ethikberatung am Klinikum mit aufbaute.

„Die Vermittlung der Faszination für eine ethisch-menschlich und medizinisch-technisch anspruchsvolle Aufgabe war für Frau Professor Suger-Wiedeck nicht nur Anspruch, sondern vielmehr Verpflichtung und Leidenschaft“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Georgieff, der Ärztliche Direktor der Klinik für Anästhesiologie. „Dafür möchten wir ihr mit diesem Symposium danken.“

Wir laden die Pressevertreter herzlich zur Veranstaltung ein, vermitteln Ihnen auch gerne Gesprächspartner.

Petra Schultze

Universitätsklinikum Ulm
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