Zutraulich werden Vögel nicht nur bei Schnee und Eis

(djd). Neue Fütterungsregeln, neue Futtermittel, neue Fütterungszeiten – wer Vögel tiergerecht durch das Jahr begleiten will, hat jetzt einige aktuelle Änderungen zu bedenken. „Vögel müssen frühzeitig, ab Herbst, an ihre Futterstelle gewöhnt werden, damit sie bei Bedarf, etwa nach Frosteinbruch, das bereitgestellte Futter schnell finden“, rät Christine Welzhofer, Expertin für Wildvogelfütterung aus dem bayerischen Schönebach. Wer bereits früh im Herbst mit der Fütterung beginne, der spende damit zugleich den abreisenden Zugvögeln und den überwinternden Jungvögeln Kraft.

Auf das Futter kommt es an

Um die Futterakzeptanz und die beste Verdaulichkeit sicherzustellen, ist Premiumfutter ganzjährig für Vögel geeignet. Es enthält platt gewalzte Haferflocken, die mit naturbelassenem Fett ummantelt sind. Dieses Fettfutter ist angereichert mit beispielsweise Beeren, Erdnüssen oder geschälten Sonnenblumenkernen. Dazu gibt es auf welzhofer.eu weitere Informationen. Christine Welzhofer: „Je artgerechter und hochwertiger das Futter, desto vollständiger wird es von den Vögeln gefressen und desto weniger Schmutz entsteht an der Futterstelle.“ Billigmischungen etwa mit Getreidekörnern und Feinsaaten seien dagegen für viele Vögel ungeeignet. Die mangelnde Akzeptanz durch die Vögel sei ganz einfach abzulesen: Das Futter bliebe am Futterplatz weitestgehend liegen.

Ganzjährig füttern

„Ornithologen raten heute dazu, Wildvögel ganzjährig zu füttern“, erläutert Christine Welzhofer. Der Wildkräuterbestand sei stark zurückgegangen und damit das natürliche Nahrungsangebot an Samen. Auch die Insektenpopulationen hätten um rund 30 Prozent abgenommen. „Das bedeutet für die Vögel: Die ausgemergelten Heimkehrer unter den Zugvögeln finden gerade im Frühjahr kaum mehr Futter in der aufgeräumten Kulturlandschaft. Und Vogeleltern tun sich im Sommer schwerer, ihre Bruten zu versorgen“, betont Christine Welzhofer. Die Expertin rät Tierfreunden dazu, ihre Vögel ganzjährig und regelmäßig zu füttern: „Dann kann man erleben, wie zutraulich die Gefiederten – samt ihrer Jungvögel – im Garten werden.“

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