Zum Wegwerfen viel zu schade

(djd). Kunststoffe aller Art landen weltweit viel zu oft im Restmüll oder einfach in der Landschaft. Die Folgen der ungeordneten Entsorgung bekommen unter anderem die Weltmeere zu spüren, in denen an manchen Stellen bereits heute riesige Plastikmüllstrudel rotieren, während in den Mägen von verendeten Vögeln oder Fischen große Mengen Kunststoffreste gefunden werden. Selbst im Recycling-Musterland Deutschland sind Kunststoffen aus der Wertstoffsammlung nur wenige Wiederverwertungszyklen vergönnt. Denn mit jeder Wiederverarbeitung sinkt die Qualität deutlich, so dass sich mehrfach genutzte Kunststoffe eigentlich nur mehr thermisch verwerten, sprich verbrennen lassen.

Weiterverarbeitung ohne Qualitätsverluste

Mit dem bewährten und lange erprobten Werkstoff Kupfer kann das nicht passieren. Das rote Metall, das der Mensch schon früh in seiner Entwicklungsgeschichte zu nutzen gelernt hatte, ist zum Wegwerfen viel zu schade. Kupfer lässt sich, anders als viele andere Werkstoffe, beliebig oft wieder einschmelzen und ohne Qualitätsverluste weiterverarbeiten. Selbst aus Legierungen wie Messing, Rotguss oder Bronze ist Kupfer sortenrein wiederzugewinnen und kann einfach weiterverwendet werden. In Deutschland stammt bereits rund die Hälfte des verarbeiteten Kupfers aus der Wiederverwertung. Viele weitere Informationen zum roten Metall gibt es unter http://www.copperalliance.de.

Bedarf wird zum großen Teil aus der Wiederverwertung gedeckt

Man könnte den Wertstoffhof oder auch die Mülldeponie daher mit Fug und Recht als die größte Kupfermine Deutschlands bezeichnen. Das ist auch gut so, denn das Halbedelmetall mit der signifikanten rötlichen Färbung wird immer wichtiger: Mehr Elektrokabel – von der Überlandleitung über die Elektroinstallation im Haus bis zum elektronisch vernetzten Kraftfahrzeug -, mehr Stromgeneratoren etwa für erneuerbare Energien, mehr Motortechnik und immer neue Einsatzfelder in der Elektronik und in der Hygiene führen zu einer steigenden Nachfrage. Dank der ausgezeichneten Recyclingfähigkeit und der hohen Recyclingquote sind aber auch heute keine Engpässe zu befürchten.

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