Zukunftsfähige ländliche Räume

In Deutschland lebt (noch) die Hälfte der Bevölkerung in ländlichen Räumen, die rund 90 Prozent der Fläche Deutschlands ausmachen. Die ländlichen Räume erfüllen zentrale Funktionen für die Menschheit, nicht nur vor Ort, sondern auch für die stadtlebende Bevölkerung (z.B. Ernährungsproduktion, Erholung und Natur). Trotzdem zieht es vor allem die jungen Menschen in die Städte und ganze Landstriche entleeren sich. Die Folgen sind oft Probleme bei der Gesundheitsvorsorge, fehlende Bildungsangebote, Abwanderung von klein- und mittelständischen Unternehmen und der Verlust von Arbeitsplätzen bis hin zur Armut. Die Breite der Probleme erzeugt eine Vielfalt von Handlungsfeldern.

Die Leibniz-Gemeinschaft vereint eine große Expertise von Disziplinen, die diese Transformation aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Perspektive in Deutschland, aber auch global wissenschaftsgeleitet untersuchen und konkrete Lösungsvorschläge zur Überwindung des Bedeutungsschwundes erarbeiten.

Das Thema des Parlamentarischen Abends der Leibniz-Gemeinschaft greift insbesondere die Frage auf, welche Angebote, welche Maßnahmen und welche Instrumente Abhilfe verschaffen können, um die Abwanderung aus dem ländlichen Raum zu stoppen und die Regionen attraktiver zu machen.
• Welche Transformationen finden in den ländlichen Räumen statt?
• Welche Auswirkungen haben diese Veränderungen auf die dort arbeitende und lebende Bevölkerung?
• Wie lassen sich die ländlichen Räume entwickeln?
• Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?
• Welche Chancen, Risiken und Grenzen gibt es für die Landwirtschaft durch den digitalen Wandel?
• Wer sind die Gewinner und die Verlierer der Transformation des ländlichen Raums?
• Welche Angebote brauchen wir für die Entwicklung des ländlichen Raums?

Diese und weitere Fragen werden anlässlich des diesjährigen Parlamentarischen Abends der Leibniz-Gemeinschaft diskutiert.

Programm:
Begrüßung:
Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft

Grußwort:
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

Podiumsdiskussion:
– Heidrun Bluhm, Sprecherin für den Ländlichen Raum der Bundestagsfraktion Die Linke
– Rainer Spiering, Landwirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
– Markus Tressel, Sprecher für den Ländlichen Raum der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen
– Alfons Balmann, Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), Halle (Saale)
– Gabriela Christmann, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner
– Sebastian Lentz, Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL), Leipzig

Experten:
– Reint Gropp, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
– Hans-Günter Henneke, Deutscher Landkreistag
Moderation:
– Alexandra Gerlach, Journalistin

Empfang

Termin
17. Oktober 2018, 17:30 bis 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Haus der Leibniz-Gemeinschaft,
Chausseestr. 111, 10115 Berlin

Wir freuen uns darauf, Vertreter der Medien am 17. Oktober im Haus der Leibniz-Gemeinschaft zu begrüßen. Eine Akkreditierung unter ist erforderlich. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung per E-Mail.

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Mirjam Kaplow
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
Mobil: 0172 8433549

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.

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