Züchtung gegen Klimawandel: Expertenkongress diskutiert Anforderungen und Potentiale

Neue Pflanzen gegen zunehmende Trockenheit und Versalzen: Es sind vor allem diese zwei Eigenschaften, die Pflanzen künftig besitzen müssen, um die Ernährung trotz Klimaveränderung sichern zu können. Dieser Thematik widmet sich ein internationaler Kongress an der Universität Hohenheim. Wissenschaftler aus Europa, Asien, Afrika und Nordamerika werden neueste wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema „Crop Plants: Biodiversity and Genomics“ präsentieren. Die Veranstaltung ist das 25. Jährige Jubiläum des multidisziplinären Forschungszentrums Biotechnologie und Pflanzenzüchtung der Universität Hohenheim, die in diesem Jahr zusammen mit der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung durchgeführt wird.

Besonders in Ländern in wärmeren Klimabereichen kann die Versorgung in Zukunft nur noch durch Pflanzen mit höherer Toleranz gegen Trockenstress und Salzstress gewährleistet werden. Beides Eigenschaften, die deshalb verstärkt in Kulturpflanzen eingekreutzt werden.
Der Schlüssel dazu sind Wildformen. Denn die genetische Vielfalt (Biodiversität) bei vielen Verwandten unserer heutigen Kulturpflanzen stellt eine unschätzbare Quelle von Genen dar, die für diese Eigenschaften verantwortlich sind.
Mit Hilfe moderner molekularbiologischer Methoden der Genomik gelingt es diese Gene zu identifizieren und für die Arbeit des Züchters zugängliche zu machen. Das 25. FSP Colloquium des Research Center of Biotechnology and Plant Breeding bietet Ein- und Ausblicke zum Thema. Die Veranstaltung ist das 25. Jährige Jubiläum des multidisziplinären Forschungszentrums Biotechnologie und Pflanzenzüchtung der Universität Hohenheim.

Hintergrund
Das Forschungszentrums Biotechnologie und Pflanzenzüchtung der Universität Hohenheim wurde 1985 durch eine langjährige Zusage finanzieller Unterstützung der Vater und Sohn Eiselen Stiftung, Ulm ins Leben gerufen. Leitmotive der Stiftung, die heute unter dem Namen fiat panis firmiert, ist die Linderung des Hungers in Entwicklungsländern. In diesem Sinne werden anlässlich des Kongresses Wissenschaftler auch auf aktuelle Projekte in der Pflanzenzüchtung von Ländern in ariden Zonen der Welt eingehen.

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Gerd Weber, Universität Hohenheim, Kompetenzzentrum für Pflanzenzüchtung, Tel.: 0711 45922341, E-Mail: weberg@uni-hohenheim.de

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