Zucker für die Gesundheit

Zucker, also Kohlenhydratmoleküle, gibt es überall im menschlichen Körper. Dabei unterscheidet das menschliche Immunsystem zwischen körpereigenen und -fremden Substanzen: Macht es körperfremde Zucker auf Zelloberflächen aus, setzt es Antikörper frei. Diese helfen beim Nachweis von Infektionen.
Die Immunantwort des Körpers lässt sich durch passende Zuckerstrukturen provozieren und nutzen: Bereits zugelassen ist ein Impfstoff gegen Lungenentzündung, Vakzine gegen Tropenkrankheiten und multiresistente Krankenhauskeime sind in der Entwicklung.
Krankheiten entstehen, wenn Aufbau und Verteilung der Zuckermoleküle auf einer Zelloberfläche unnatürlich verändert sind. Daran können Forscher besonders Tumoren frühzeitig erkennen. Ein Vergleich der verzuckerten Oberflächen von normalen und erkrankten Zellen liefert nicht nur Hinweise auf einen Tumor, sondern auch auf das mögliche gewebedurchsetzende Wachstum und die Neigung zur Metastasenbildung. Der Zuckervergleich erleichtert so die Entdeckung unud die Behandlung von Tumoren.

Wie die Nutzung von Zuckermustern funktioniert, was die Diagnostik mit Zuckermolekülen bereits leistet und über Zucker als Impfstoff, schreiben Elisabeth Memmel und Jürgen Seibel in ihrem Artikel „Zuckersüß und richtig wichtig“. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.

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