Zoonosen 2019 – verändertes Gefahrenpotenzial in einer sich wandelnden Welt

Sowohl das Auftreten der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) und der Hyalomma Zecke in unserem Land, als auch die konstanten Tuberkulosefallzahlen und die Überwinterung des West-Nil-Virus in Deutschland geben Hinweise darauf, dass sich das Gefahrenpotenzial durch zoonotische Infektionskrankheiten in Deutschland verändert. Auch global gesehen kann man mit dem Dengue-Virus die Zunahme einer zoonotischen Erkrankung, begünstigt durch Bevölkerungswachstum, internationalem Reiseverkehr und Klimaerwärmung, beobachten. Die Entwicklungen zeigen, dass die Bedeutung von sogenannten „Neglected Tropical Diseases“ (dt.: vernachlässigte Tropenkrankheiten), darunter viele Zoonose-Erreger, für nichttropische Länder zunimmt. Die besondere Verortung der Zoonosenforschung an der Schnittstelle von Human- und Tiermedizin, sowie zahlreicher weiterer Wissenschaftsbereiche, macht eine fächerübergreifende Zusammenarbeit in diesem Themengebiet unabdingbar. Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen veranstaltet aus diesem Grund jährlich das Internationale Symposium für Zoonosenforschung, welches auch in diesem Jahr Expertinnen und Experten die Möglichkeit bietet, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und vor Fachpublikum zu diskutieren. Das Symposium ist gleichzeitig das Berichtsmeeting für die neuesten Forschungsergebnisse aus den Verbünde und Nachwuchsgruppen des vom BMBF geförderten Forschungsnetz für Zoonotische Infektionskrankheiten. Wir möchten Sie als Pressevertreter herzlich einladen, am Zoonosensymposium teilzunehmen.

Auf einen Blick: Zoonoses 2019 – Internationales Symposium für Zoonosenforschung
Datum: 16.-18. Oktober 2019
Konferenzsprachen: Englisch und Deutsch
Veranstaltungsort: Hotel Steglitz International, Albrechtstraße 2, 12165 Berlin, http://www.si-hotel.com
Kontakt: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen | info@zoonosen.net | http://www.zoonosen.net

Highlights und Keynotes

Mittwoch, 16. Oktober 2019
15:00 Uhr Opening Remarks: German Research Platform for Zoonoses and the Research Network of Infectious Zoonotic Diseases – Prof. Dr. Martin H. Groschup, Friedrich-Loeffler-Institute; Prof. Dr. Christian Drosten, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Welcome Note of the Federal Government – Dr. Dietrich Rassow, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
15:30 Uhr Keynote I: A massive West Nile virus epizootic in Germany, 2018/19
Martin H. Groschup, Friedrich-Loeffler-Institute, Greifswald – Isle of Riems, Germany
16:15 Uhr Keynote II: Arboviruses as Neglected Tropical Diseases – Dengue, Zika, Chikungunya
Thomas Jänisch, Institute of Global Health, Heidelberg University Hospital, Germany

Donnerstag, 17. Oktober 2019
14:30 Uhr Keynote III: Animal tuberculosis: the challenge of controlling a global multi-host infection
Christian Gortázar Schmidt, Institute for Game and Wildlife Research, Universidad de Castilla, Spain
15:15 Uhr Keynote IV: Situation of leishmaniosis in Europe from humans to wildlife
Laia Solana-Gallego, Department of Animal Medicine and Surgery, Autonomous University of Barcelona, Spain

Freitag, 18. Oktober 2019
11:30 Keynote V: Human filarial infections – a group of NTDs with a zoonotic relative of increasing importance
Achim Hörauf, Bonn University Medical Center, Germany
13:15 Keynote VI: Nipah Virus: An Emerging Zoonosis and Global Health Threat
Jonathan H. Epstein, EcoHealth Alliance, New York, USA

Nationale Forschungsplattform für Zoonosen
Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Informations- und Servicenetzwerk für alle in Deutschland aktiven Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Zoonosenforschung. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung und über 800 Mitgliedern ist sie eine etablierte Stütze der Zoonosenforschungs-Community in Deutschland. Neben dem BMBF wird die Plattform ebenfalls vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie vom Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) unterstützt. Am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald hat eine der drei Plattformgeschäftsstellen ihren Sitz.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Friederike Jansen | friederike.jansen@ukmuenster.de | Tel.: 0251 – 8353011
Sebastian Sprengel | info@zoonosen.net | Tel.: 0251 – 8353013
Dana Thal | zoonosenplattform@fli.de | Tel.: 038351 – 7 1198

Scroll to Top