Zivilisationskrankheiten auf dem Vormarsch

Vom 28. bis zum 30. September 2015 werden Studierende der Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin die deutsche Gesundheitspolitik auf den Prüfstand stellen und die Theorie mit der Realität abgleichen.
Adipositas, Diabetes, Herzkreislauf- und chronische Atemwegserkrankungen, chronische Entzündungen, Krebserkrankungen, Depressionen, Rücken- und Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen – die Liste der Zivilisationskrankheiten ist lang und diese Krankheiten sind deutlich auf dem Vormarsch. Von zehn Menschen sterben gegenwärtig acht in Europa vorzeitig an chronischen Zivilisationskrankheiten, deren Entwicklung präventiv durch die Gestaltung gesünderer Arbeits- und Lebenswelten maßgeblich beeinflussbar ist. Die weltweite Verbreitung einer konsumsüchtigen und passiven „westlichen Lebensweise“ hat die Zivilisationskrankheiten inzwischen zu einer globalen Epidemie werden lassen, über deren Eindämmung auch in der UN-Vollversammlung beraten wird.
Prof. Dr. Eberhard Göpel, Lehrbeauftragter an der Alice Salomon Hochschule Berlin und Mitglied im Vorstand des Vereins Hochschulen für Gesundheit e.V., untersucht mit Studierenden der ASH Berlin den derzeitigen Umbruch im Gesundheitswesen. Vom 28. bis zum 30. September verschaffen sich die Studierenden in verschiedenen Führungen, Vorträgen sowie Interviews mit Politikern einen Einblick in die deutsche Gesundheitspolitik. Wer entscheidet über Gesetzesänderungen? Was ist Lobbyismus? Und warum ist Gesundheitspolitik für die Bürger/-innen so undurchsichtig? Diese und weitere Fragen wurden bereits in mehreren theoretischen Studienmodulen im Vorfeld analysiert. Das neuartige Lehrmodul heißt „Advocacy“ und steht für folgende Forderung: die Stimme erheben für diejenigen, die es nicht selber können und den Verlierer/-innen in der Gesundheitspolitik eine Stimme geben. Die Advocacy startete ihr erstes Studienmodul in 2014. Bereits zu diesem Jahr wurde das Modul erweitert und inhaltlich auf die aktuellen Themen der WHO ausgerichtet.

Medienvertreter/-innen sind herzlich eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an den Kooperationsverbund „Hochschulen für Gesundheit“ e.V. (Tel.: 030 – 99 245 248; Mail: advocacy@hochges.de).

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