Zertifikat bestätigt hohe Behandlungsqualität am Prostatakarzinom-Zentrum Würzburg

Mit jährlich rund 65.000 Neuerkrankungen ist das Prostatakarzinom die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. „Die im Gegensatz zu anderen Tumoren ausgeprägte Heterogenität des Prostatakarzinoms erfordert eine individuelle Therapiestrategie“, schildert Prof. Hubertus Riedmiller. Der Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Um hier eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten, ist die Bündelung medizinischer Expertise und Erfahrung entscheidend.“ Das von Prof. Riedmiller geleitete Prostatakarzinom-Zentrum Würzburg stellt dies durch ein Expertennetzwerk mit der Infrastruktur eines universitären Klinikums der Maximalversorgung sicher. Das Netzwerk besteht zum einen aus allen an der Behandlung von Prostatakrebspatienten beteiligten Fachkliniken des UKW. Zum anderen bilden niedergelassene Urologen, Reha-Kliniken, der Sozialdienst und die psychoonkologische Betreuung weitere wichtige Säulen des Zentrumverbundes. Zusammen sorgen sie in allen Bereichen von der Prävention, über die Diagnostik, bis zur Therapie und Nachsorge und auf jeden Patienten maßgeschneidert für das beste Behandlungsergebnis.
Im vergangenen Jahr ermittelten unabhängige, von der deutschen Krebsgesellschaft beauftragte Zertifizierungsstellen in einem aufwändigen Verfahren, dass alle fachlichen und medizinischen Abläufe am Prostatakarzinom-Zentrum Würzburg von äußerst hoher Qualität sind. Deshalb darf sich die Einrichtung seit Dezember 2014 „Prostatakarzinom-Zentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft“ nennen.

Tumorboards bündeln Fachkompetenzen
Das Prostatakarzinom-Zentrum Würzburg ist eng verbunden mit dem zertifizierten Onkologischen Zentrum des UKW und dem von der Deutschen Krebshilfe als „Onkologisches Spitzenzentrum“ geförderten Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken. Seine zentrale Schnittstelle stellen die wöchentlich stattfindenden Tumorboards dar. Bei diesen interdisziplinären, prä- und posttherapeutischen Konferenzen bespricht ein Spezialistenteam aus allen beteiligten Institutionen die Befunde und Beschwerden jedes einzelnen Patienten. Neben Urologen bringen hier Strahlentherapeuten, Onkologen, Pathologen, Radiologen und Nuklearmediziner ihre Fachkenntnisse ein. Am Ende steht die Entwicklung eines auf den einzelnen Patienten passgenau zugeschnittenen Behandlungsplans. Dieser basiert auf den aktuellen Leitlinien der entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften und auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Ein breiter Fächer an Operationsverfahren
Für die operative Therapie des Prostatakarzinoms stehen am UKW modernste offene und minimal invasive operative Verfahren inklusive des Operations-Robotersystems DaVinci zur Verfügung. „Mit diesem breiten Fächer an Operationsmethoden lassen sich Eingriffe zur Tumorentfernung schonend und präzise durchführen, so dass wichtige Funktionen im sensiblen Bereich der Prostata erhalten werden können“, unterstreicht Prof. Riedmiller. Selbstverständlich werden auch alle heute zur Verfügung stehenden strahlentherapeutischen und konservativen Behandlungsmöglichkeiten angeboten. Patienten mit fortgeschrittenem, vermeintlich austherapiertem Prostatakrebs haben zudem die Chance, im Rahmen von Therapiestudien neue Behandlungswege zu gehen.

Auch in der Erforschung des Prostatakarzinoms Spitze
Neben der Behandlung von Prostatakrebspatienten ist an der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie das Prostatakarzinom auch ein Forschungsschwerpunkt. Ärztinnen und Ärzte der Klinik wurden kürzlich von der European Association of Urology (EAU) mit dem renommierten „Prostate Cancer Research Award 2015“ ausgezeichnet.

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