Zellteilung erfolgreich: Erster Erweiterungsbau des Leipziger Fraunhofer IZI wurde eröffnet

Im April 2005 wurde das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie gegründet und begann seinen Betrieb mit 16 Mitarbeitern und einem jährlichen Forschungsvolumen von 400.000 Euro. Heute beschäftigt das Institut etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bearbeitet ein Forschungsvolumen von über 10 Mio. Euro jährlich. Mit dem Erweiterungsbau wurden nun Kapazitäten für weitere Speziallabore und Technologien geschaffen, die dem Institut das Wachstum ermöglichen. Auch der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, war gekommen, um zur gelungenen »Zellteilung« zu gratulieren: »Dies ist ein guter Tag für Leipzig. Wir setzen einen weiteren Mosaikstein für die Entwicklung der Biowissenschaften in Leipzig und in Sachsen. Es zeigt sich mehr und mehr, wie richtig es war, hier am Deutschen Platz einen exquisiten Ort der Forschung und des Technologietransfers zu schaffen. Dank an all diejenigen, die an diese Idee geglaubt und sie gefördert haben, vor allem natürlich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fraunhofer IZI«.

Das neue Gebäude steht zwischen dem 2008 in Betrieb genommenen Hauptgebäude und der BIO CITY LEIPZIG auf dem Gelände der Alten Messe. Insgesamt drei Brücken verbinden die Gebäude miteinander. »Der Neubau ergänzt unsere bestehende Forschungsinfrastruktur um 1.200 m² experimentalmedizinischer Labore inklusive modernsten Bildgebungstechnologien und Anlagen für die Entwicklung und Prüfung von Zelltherapeutika. Er ermöglicht es uns, zukünftig wesentlich komplexere Forschungsprojekte zu bearbeiten«, betont Institutsleiter Prof. Dr. Frank Emmrich.

Auch die Reinraumkapazitäten wurden mit dem Erweiterungsbau um weitere 450 m² ergänzt. Dies war notwendig geworden, da die Nachfrage vor allem für die Herstellung zellbasierter Produkte für klinische Studien stetig steigt und die bisherigen Kapazitäten des Instituts voll ausgelastet waren. Die Kosten für den Bau, inklusive Erstausstattung, beliefen sich auf insgesamt 10,8 Millionen Euro. Davon wurden 60 Prozent von der Europäischen Union und jeweils 20 Prozent vom Bund und dem Freistaat Sachsen finanziert.

Eine weitere Zellteilung befindet sich bereits in der Planungsphase. Die Bauarbeiten zum zweiten Erweiterungsbau sollen noch dieses Jahr beginnen.

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