Zehn Jahre Deutsche Hypertonie Akademie: Fachspezifische Fortbildung für hohe Behandlungsqualität

Im Fokus steht bis heute dabei immer die optimale Versorgung der betroffenen Patienten auf dem aktuellsten Stand der Hypertensiologie.

„Wir freuen uns sehr, und sind auch ein wenig stolz, dass die Gründung der Deutschen Hypertonie Akademie für Ärzte und ihr Fachpersonal mit Erfolg gelungen ist – zum Wohl der Patienten“, sagt Professor Dr. med. Gerd Bönner, Kommissarischer Leiter der wissenschaftlichen Kommission der Deutschen Hypertonie Akademie anlässlich des zehnjährigen Jubiläums. „Dafür gilt ein besonderer Dank meinen Vorgängern im Amt Professor Dr. med. Karl Heinz Rahn und Professor Dr. med. Rainer Kolloch.“ Zu den Erfolgen der Akademie zählen zunächst die fachspezifischen Fortbildungen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Die Anerkennung zum Hypertensiologen DHL® für Ärzte ist an den Besuch einer Basisfortbildung und im Folgenden an jährlichen Aufbaufortbildungen gekoppelt. Alle Fortbildungen orientieren sich am aktuellen Stand des Wissens und thematisieren jeweils aktuelle Entwicklungen in der Hypertensiologie. „Die Diagnostik und Therapie von Bluthochdruckpatienten in Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich besser geworden“, so Professor Bönner. „An diesem guten Ergebnis haben sicherlich auch die Hypertensiologen DHL® einen erheblichen Anteil, ebenso wie die von der Akademie ausgebildeten Assistenten für Hypertonie und Prävention DHL®.“ Das so geschulte medizinische Fachpersonal bringe sich intensiv in das Praxismanagement der Hypertoniebehandlung und die spezifische Patientenbetreuung ein.

Darüber hinaus wurden seit 2012 von der Deutschen Hochdruckliga bundesweit über 140 Hypertoniezentren DHL® zertifiziert. Mindestens zwei Hypertensiologen DHL® müssen in einem Zentrum beschäftigt sein. Unter anderem ein Kardiologe und Nephrologe arbeiten dabei Hand in Hand zusammen. „Diese Zentren bilden hochqualifizierte Anlaufstellen für Hypertoniepatienten, insbesondere auch für schwierig zu diagnostizierende oder schwer zu behandelnde Sonderfälle“, erläutert Professor Dr. med. Bernhard Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Für alle von Bluthochdruck Betroffenen hat die Deutsche Hypertonie Akademie unter Federführung von Dr. med. Siegfried Eckert vor zwei Jahren zudem ein Behandlungs- und Schulungsprogramm entwickelt. In fünf Modulen bietet dieses den Patienten das notwendige Wissen für ein Verständnis der Erkrankung und hilfreiche Unterstützung für die Therapie und das Selbstmanagement an. Die Hypertonie-Akademie qualifiziert Ärzte und medizinische Fachangestellte in einem eintägigen Train the Trainer Seminar zur Durchführung des Behandlungs- und Schulungsprogramms. Eine Abrechenbarkeit über die Krankenkassen wird angestrebt. Deshalb befindet sich das Programm derzeit in der Evaluierungsphase.

Die Akademie und ihre wissenschaftliche Kommission verpflichten sich für die Zukunft weiterhin zu einer hohen Qualität des Fortbildungsangebotes zum Wohl der betroffenen Patienten. „Der Bedarf an guter Hypertoniebehandlung wächst. 2015 war Bluthochdruck in den Praxen der Allgemeinmediziner mit 38,7 Prozent die Behandlungsdiagnose Nr.1 – vor allen anderen Herzkreislaufrisikofaktoren und auch vor den Volkskrankheiten Rückenschmerzen und Depressionen. Wir können davon ausgehen, dass mit der Überalterung der Bevölkerung auch die Zahl der Hypertoniker noch zunehmen wird“, betont Professor Bönner. Die Akademie stehe damit weiter vor wichtigen Aufgaben.

*** Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. ***

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Über die Deutsche Hochdruckliga DHL®- Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention
Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® bündelt die Expertise zur arteriellen Hypertonie in Deutschland. Gegründet 1974, engagiert sie sich seitdem für eine bessere Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck. Weltweit bleibt Bluthochdruck die größte Gefahr für die Gesundheit. Deshalb verfolgt die DHL® das Ziel „30-50-80“: Jeder Mensch ab 30 Jahren sollte seinen Blutdruck kennen. Ab 50 sollte der Blutdruck bei jedem kontrolliert und gut eingestellt sein. Menschen mit 80 sollten nicht an Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schlaganfall oder Herzinfarkt leiden.

Über die Akademie für Fortbildung der Deutschen Hochdruckliga GmbH, Heidelberg
Für die Organisation und Durchführung von medizinischen Fortbildungsveranstaltungen gründete die Deutsche Hochdruckliga im Jahr 2007 die gemeinnützige Akademie für Fortbildung der Deutschen Hochdruckliga GmbH mit Sitz in Heidelberg, auch Deutsche Hypertonie Akademie genannt. Über 4.100 Ärzte wurden bisher durch die Deutsche Hypertonie Akademie zu Hypertensiologen DHL® auf Basis einer Verbandsprüfungsordnung fortgebildet. Für die Ärzte besteht eine jährliche Fortbildungsverpflichtung. Darüber hinaus qualifiziert die Deutsche Hypertonie Akademie medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal zu Assistenten für Hypertonie und Prävention DHL®. Für das Fachpersonal besteht eine dreijährige Fortbildungsverpflichtung. Bisher wurden bereits 900 Fachkräfte fortgebildet.
Bei der Bezeichnung Hypertensiologe DHL® handelt es sich nicht um eine nach Berufsordnung grundsätzlich führungsfähige Bezeichnung für Ärzte, sondern um eine nach dem entsprechenden ärztlichen Berufsrecht einzuordnende Bezeichnung (z. B. nach der Musterberufsordnung der deutschen Ärzte als „Tätigkeitsschwerpunkt“ bzw. nach den Berufsordnungen der Landesärztekammer). Soweit in den Verlautbarungen der Deutschen Hochdruckliga oder der Deutschen Hypertonie Akademie von „Weiterbildung“ die Rede ist, handelt es sich dabei um Fortbildungsmaßnahmen, die nicht mit den Weiterbildungsmaßnahmen der Ärztekammern zu verwechseln sind.

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Kontakt für Journalisten:
Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®
Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention
Stephanie Priester
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-605
Fax: 0711 8931-167

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