Zecken-Risiko in Baden-Württemberg am höchsten: Experten nennen Gefahren, Impfung und neue Bekämpfungs-Methoden

Insgesamt 42 Kreise in Baden-Württemberg sind vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erklärt worden. Baden-Württemberg ist damit besonders gefährdet, was das FSME-Risiko angeht. Auf dem Symposium diskutieren Experten von Forschung, Kliniken und Landesgesundheitsamt die tatsächlichen Risiken, die Sicherheit und Verträglichkeit einer Impfung und neue Ansätze, mit denen sich Zecken alternativ bekämpfen lassen. Beim Pressegespräch zum Auftakt stellen sich die Referenten des Tages Ihren Fragen

Es sind ungewöhnliche Methoden, die Biologen der Universität Hohenheim in neuen Forschungsprojekten zur Bekämpfung von Zecken entwickelt haben: Pilze, Würmer und spezielle Zecken sind einige der aussichtsreichen Feinde, die quasi als Biowaffe gegen die Zecke eingesetzt werden könnten.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 312 FSME-Fälle gemeldet. Fast die Hälfte davon in Baden-Württemberg, ein starkes Drittel in Bayern. In den meisten anderen Bundesländern liegt die Zahl der Infektionen unter zehn.
Rund 36% der Baden-Württemberger hat sich in den vergangenen Jahren gegen FSME impfen lassen. Als einen Teil des Workshops stellen Mediziner der Uniklinik Freiburg und des Landesgesundheitsamts Fakten und Erfahrungen mit der FSME-Impfung vor und geben ihre Empfehlung zu Sicherheit und Verträglichkeit.
Weitere Themen: Die Krankheiten, die außer FSME und Borreliose von Zecken übertragen werden und die aktuellen Fallzahlen vor Ort im Großraum Stuttgart. Die Veranstaltung wird moderiert von Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Parasitologin der Universität Hohenheim. Das Symposium klingt ab 14:30 Uhr mit einer Abschlussdiskussion aus.

Kontaktadresse (nicht zur Veröffentlichung):
Prof. Dr. Ute Mackenstedt¸ Fachgebiet Parasitologie, Universität Hohenheim, Emil-Wolff-Straße 34,
E-Mail: Mackenstedt@uni-hohenheim.de, Tel.: 0711/459-22275
(idw, 07/2010)

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