Zecken, Borrelien und Borreliose – kein Grund zur Panik!

Der Sommer steht vor der Tür und das Thema Zecken, Borrelien und Borreliose ist in aller Munde. Die Medien berichten darüber am laufenden Band. Die Verunsicherung ist groß. Schon der bloße Gedanke an grünes Gras und Natur lässt manchen unweigerlich an die Themen Zecken, Borrelien und Borreliose denken. Trotz aller Sorge sollte man sich Ausflug oder Spaziergang im Grünen nicht vermiesen lassen.

Denn selbst wenn man von einer Zecke gestochen wurde, heißt das noch lange nicht, dass die Zecke auch mit Borrelien infiziert war. Und selbst im Fall, dass eine Zecke wirklich Borrelien in sich trägt bedeutet das noch nicht automatisch, dass es auch zu einer Übertragung der Borrelien auf den Menschen gekommen ist.

Als Faustformel gilt, die Zecke muss bereits etwa 8-12 Stunden in der Haut gesteckt haben. Manche Quellen berichten gar von 24 Stunden bis es zu einer Infektion mit Borrelien kommt. Häufig sind Zecken auf ihren Wirten erst eine Weile unterwegs, um einen günstigen Platz zum Blutsaugen zu finden. Dazu wird sie sich eine möglichst haarlose Stelle aussuchen, die auch entsprechend dünn ist.

Übrigens zeigt sich nur bei jeder zweiten Infektion eine Wanderröte. Daher ist dieses Symptom kein verlässlicher Nachweis für eine Borreliose.

Manche Hausärzte verabreichen, vielleicht auch aus Unsicherheit und Unwissenheit, im Zweifelsfall einer Borreliose, gleich Antibiotika, ohne Vorlage eines gesicherten Borreliose-Befunds. Bei dieser Borreliose Therapie werden dem Patienten über 3-4 Wochen Antibiotika gegeben. Lag keine Borreliose vor, wurde diese nebenwirkungsreiche Antibiotika-Therapie völlig umsonst verabreicht.

Die häufig durchgeführte Blutuntersuchung als Mittel der Diagnostik kann erst ca. 4-6 Wochen nach dem Stich einen Nachweis erbringen. Hierbei sollte man auch bedenken, dass nach einer Untersuchung in den USA  bis zu 55 % der Borrelien-Blut-Tests falsch sind. Dabei wurden 516 Laboratorien in den USA getestet.

Es gibt aber ein weiteres Verfahren Borrelien nachzuweisen. Eine direkte Methode bestimmt in diesem Fall, ob die Zecke überhaupt mit Borrelien infiziert war. 

Mit dem Verfahren Borrelien in Zecken direkt nachzuweisen wird eine diagnostische Lücke geschlossen. Mit einem Borrelientest in der Zecke lässt sich unmittelbar nachweisen, ob die Zecke überhaupt mit Borrelien infiziert war. Das Ergebnis liegt in der Regel nach 3 Werktagen vor.

Eine Zecke einschicken und auf Borrelien untersuchen lassen ist immer noch der beste Weg eine mögliche Borreliose von Anfang an in den Griff zu bekommen.

Das Institut Dr. Ziemer führt solche Nachweise durch. Wurde die Zecke positiv getestet sollte man das Ergebnis mit seinem Arzt besprechen und die Einstichstelle beobachten lassen. In Panik sollte man sich auch dann, trotz aller Medienberichte über Borrelien, Zecken und Borreliose, nicht versetzen lassen.

 

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