Vorsicht, Zecke!

 Am See, im Wald und auch im heimischen Garten verstecken sie sich: Zecken. Dabei denken viele Menschen, dass bereits im Sommer die Anzahl der kleinen Spinnentiere zurückgeht und damit die Gefahr eines Zeckenbisses sinkt. Jedoch handelt es sich hierbei um eine Fehleinschätzung. „Wie viele Zecken es in einem Jahr gibt, hängt von den Temperaturen im Winter und Frühjahr ab“, sagt Moritz Müller-Dombois, Geschäftsführer von medizinfuchs.de, dem führenden Medikamenten-Preisvergleich im Internet. Für den aktuellen Sommer bedeutet dies, dass Zecken in den entscheidenden Monaten ideales Klima zur Vermehrung vorfanden. Hauptproblem dabei: Zecken können Infektionskrankheiten wie Borreliose übertragen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, helfen kleine Tipps und insektenabwehrende Mittel.

Ganz in Weiß
Zecken lauern bevorzugt in halbhohen Gräsern. Sie lassen sich dabei nicht wie oft behauptet auf ihre Opfer fallen, sondern heften sich mit Krallen an ihrem Gegenüber fest. Dies bedeutet, bei Spaziergängen im Wald oder auch bei der Gartenarbeit besondere Vorsicht walten zu lassen. „Hilfreich ist es, helle und lange Kleidung zu tragen, um sich dadurch nach Aktivitäten im Freien leichter nach Zecken absuchen zu können“, sagt Moritz Müller-Dombois. Auch ein Ausklopfen der Kleidung und eine anschließende Dusche helfen, auf dem Körper befindliche Insekten zu entfernen.

Aufgetragen und abgeschreckt
Zum Schutz gegen Parasiten gibt es im Handel Präparate zum Auftragen auf die Haut, welche einen zusätzlichen Schutz gegen Zecken oder Mücken bieten. „Insektenabwehrende Mittel, sogenannte Repellentien, verringern das Risiko, dass Insekten sich an einer Stelle festsetzen“, sagt Müller-Dombois. „Durch derartige Stoffe wirkt der menschliche Körpergeruch weniger anlockend für Zecken.“ Bei weichen Hautstellen an Oberschenkel oder Leiste lohnt ein gewissenhaftes Auftragen, da Spinnentiere diese Körperregionen bevorzugt aufsuchen. „Wer dennoch eine Zecke am Körper entdeckt, sollte einen Arzt aufsuchen“, betont Müller-Dombois. Dies garantiert eine komplette Entfernung des Parasiten. Zudem ermöglichen es Laboruntersuchungen, Krankheitserreger im Insekt nachzuweisen. So lässt sich beispielsweise rechtzeitig mit einer Antibiotikatherapie beginnen.

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