Zahnimplantate – die wichtigsten Spartipps

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Während vor einigen Jahrzehnten eine Brücke noch die beliebteste Möglichkeit war, um einen fehlenden Zahn zu ersetzen empfehlen Experten heute eher ein Implantat. Bei einer Brücke müssen die Nachbarzähne entsprechend bearbeitet werden, damit der Zahnersatz gut hält. Bei einem Implantat hingegen ist dieser Schritt nicht notwendig. Ganz im Gegenteil, nach der Wundheilungsphase fühlt sich das Implantat wie ein echter Zahn an und es kommt in der Regel zu keinerlei Beeinträchtigungen beim Kauen, Schlucken und Sprechen. Dennoch gibt es einige Nachteile, die Implantate mit sich bringen. Einerseits muss man sich vor Augen halten, dass es sich um einen Fremdkörper handelt, der mittels einer Operation in körpereigenes Gewebe eingesetzt wird. Wie jede Operation gibt es bei Implantaten ein gewisses, wenn auch sehr geringes Risiko. In der Regel werden Implantate sehr gut vertragen. Ein weit größeres Problem bei Implantaten ist der finanzielle Aspekt.

Warum sind Implantate so teuer?

Bei einem Implantat, handelt es sich um eine künstlich hergestellte Zahnwurzel, die mit dem Kieferknochen verschraubt wird. Die meisten Implantate werden aus Titan gefertigt, die daraufgesetzte Krone besteht aus Keramik. Ein so hergestellter künstlicher Zahn besteht aus verschiedenen Einzelteilen: dem Implantat Körper, den man sich wie einen Dübel vorstellen kann, dem Abutment (sozusagen ein Verbindungsstück) und die Suprakonstruktion – sozusagen der Teil, den man im Mund sieht. Je nach verwendetem Material betragen die Kosten für ein Implantat nur rund 100 bis 400 Euro. Gar nicht so teuer, möchte man meinen, dazu kommen allerdings noch die Honorare für den Zahnarzt und Kosten, die der Implantat Hersteller abdecken muss. Oft möchten sich Patienten ein Implantat nicht nur unter örtlicher Betäubung einsetzen lassen, sie entscheiden sich für eine Dämmerschlaf- oder gar für eine Vollnarkose. Diese ist ebenfalls zusätzlich zu bezahlen. Die Krankenkassen übernehmen derzeit nur einen Bruchteil der Kosten, da sie sich an den Tarifen für eine Brücke orientieren. Nur in ganz seltenen Fällen wie wenn man aufgrund eines Tumors Zähne verliert, darf man auf mehr Zuschuss hoffen. Außerdem muss man bedenken, dass Zahnimplantate nur von Medizinern mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation eingesetzt werden dürfen. Immerhin ist ein hohes Maß an Knowhow und chirurgischem Können erforderlich.

Warum sind die Preise für Implantate unterschiedlich?

Wenn man die Preise für Implantate bei mehreren Zahnärzten miteinander vergleicht, wird man bemerken dass unterschiedliche Preise gelten. Die Gründe dafür sind unter anderem, dass die Mediziner mit verschiedenen Implantat Herstellern zusammenarbeiten. Günstige Erzeuger können Implantate aus folgenden Gründen günstiger anbieten:

  • Verzicht auf Werbung
  • Verzicht auf Marketingmaßnahmen
  • Keine Außendienstmitarbeiter
  • Wenig Personal im Büro
  • Vertrieb ausschließlich über das Internet

Somit müssen diese Implantat Hersteller weit weniger für die Administration ausgeben. Diese Kostenersparnis kann somit den Kunden weitergegeben werden. Allerdings weiß man ja nicht, ob der Zahnarzt seines Vertrauens mit einem günstigen oder teuren Implantat Hersteller zusammenarbeitet. Es lohnt sich in jedem Fall, zumindest ein Alternativangebot einzuholen. Manche Zahnärzte beziehen Implantate aus dem Ausland. Hier kann der Zahnersatz wegen deutlich niedriger Lohnkosten billiger hergestellt werden. Außerdem sind die Mieten für Produktionsstätten nicht überall so hoch wie in Deutschland. Von der Qualität her können die im Ausland gefertigten Produkte durchaus mit mitteleuropäischem Niveau mithalten. Die Qualität eines Implantats erkennt man leider meist erst, wenn es bereits eingesetzt ist. Gut verträgliche Produkte punkten mit einer kurzen Wundheilungszeit und einer sehr langen Haltbarkeit. Eines ist klar: gerade wenn man mehr als nur ein Implantat benötigt, kann Handeln Sinn machen. Viele Ärzte sind bereit, in finanzieller Hinsicht den Patienten entgegenzukommen.

Implantate im Ausland setzen lassen?

Der sogenannte Zahntourismus boomt nach wie vor. Da man für Implantate von den heimischen Kassen nur einen äußerst geringen Zuschuss erwarten darf, zieht es viele Betroffene aus Kostengründen in das Ausland. Bei der Wahl des Zahnarztes sollte man darauf achten, dass man im wahrsten Sinne des Wortes dieselbe Sprache spricht. Schließlich handelt es sich bei einem Implantat um einen Eingriff und daher treten sicher viele Fragen auf. Wenn man sich mit dem Arzt gut verständigen kann, können Befürchtungen und Ängste ausgesprochen werden. Auf jeden Fall sollte man einige Punkte klären, bevor man sich in die Hände eines ausländischen Zahnarztes begibt. Dazu zählt zum Beispiel die Gewährleistung auf das Implantat. In Deutschland haben Patienten zwei Jahre die Möglichkeit, Gewährleistung geltend zu machen wenn mit dem Implantat etwas nicht stimmt. Bieten ausländische Ärzte auch eine Form von Garantie an, sollte man diese genau prüfen. Außerdem sollte man bedenken, dass es wider Erwarten mit dem Implantat zu Problemen kommen kann. Während man bei einem heimischen Arzt nur in die Ordination zu fahren braucht, ist bei einem ausländischen Arzt mit längerer Fahrzeit zu rechnen. Kommt es zu Komplikationen, muss man sogar öfters den Mediziner aufsuchen. Selbst wenn man durch eine Zahnbehandlung im Ausland aufgrund der niedrigeren Tarife viel Geld sparen kann, sollte man dennoch einen finanziellen Puffer einplanen. Schließlich kann es wie erwähnt dazu kommen, dass man öfter zu dem Mediziner reisen muss und dafür Flug- oder Benzinkosten entstehen.


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