Zahngesundheit in der Schwangerschaft

(djd). Während der Schwangerschaft sind Zahnfleisch und Zähne oft besonders empfindlich – eine gute Mundhygiene ist für die werdende Mutter und die gesunde Entwicklung des Babys jetzt besonders wichtig. Der erste Besuch beim Zahnarzt sollte deshalb gleich zu Beginn der Schwangerschaft stattfinden. Er kann sich ein Bild vom Zustand des Zahnfleisches machen, die Zähne reinigen und eventuell vorhandenen Zahnstein entfernen. Dr. med. Silke Liebrecht-Rüsing, Zahnmedizinerin aus Köln: „Frauen, die beispielsweise Karies haben, sollten bald nach Bekanntwerden der Schwangerschaft die Löcher füllen lassen. Die erhöhte Anzahl an Kariesbakterien im Mund der Schwangeren überträgt sich sonst nach der Geburt auf den Säugling.“

Säurehaltiger Speichel

Durch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft kann es zudem zu verstärkter Speichelbildung kommen – und dieser Speichel ist meist säurehaltiger und kann den Zahnschmelz angreifen. Auch hier lässt sich mit einer gründlichen Zahnhygiene zu Hause vorbeugen. Schwangere leiden zudem oftmals unter Zahnfleischbluten. Silke Liebrecht-Rüsing: „Durch die Hormonumstellung, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft, schwillt das Zahnfleisch an. Es entstehen Zahnfleischtaschen, Beläge bleiben eher hängen. Die Folgen sind eine Zahnfleischentzündung und Zahnfleischbluten. Hier sind die Zahnreinigung durch den Zahnarzt und eine gute Mundhygiene besonders wichtig.“

Umfrage: Zahnprophylaxe wird generell von vielen vernachlässigt

Nicht nur für Schwangere sollten im Übrigen regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt auf dem Programm stehen. Zusätzlich raten Experten zweimal jährlich zu einer professionellen Zahnreinigung. Aber nicht einmal jeder fünfte Bundesbürger nimmt diese Unterstützung in der empfohlenen Frequenz in Anspruch. Das ergab zumindest eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen. Konkret lassen nur 19 Prozent der Befragten ihre Zähne zweimal jährlich von den Profis putzen, 31 Prozent immerhin einmal jährlich – aber die Hälfte selten oder gar nicht.

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