WPK-Hintergrundgespräch „Wo ist Nano in der Nahrung? Und wenn da – wie viele? „

Seit der Lebensmittelinformations-Verordnung von 2014 müssen Hersteller Nano-Zusätze in Lebensmitteln kennzeichnen. Eigentlich. Denn Überwachungsbehörden sind kaum in der Lage, Nanopartikel in Lebensmitteln nachzuweisen. Zum einen fehlen die technischen Mittel und Kapazitäten, zum anderen besteht Uneinigkeit bei der Definition von Partikeln bzw. Partikelstrukturen. Und vor allem: Es gibt keine allgemein anerkannten Standards bei der Analyse von Nanopartikeln. Ein Schlupfloch für die Lebensmittelwirtschaft, die Nano-Zusätze so nicht auf der Zutatenliste von Lebensmitteln angeben müssen, kritisieren Verbraucherverbände.

Unsicherheiten bestehen außerdem, ob und in welcher Partikelgröße von Nanomaterialen in Lebensmitteln gesundheitliche Schäden zu befürchten sind. Aktuelle Studien geben Anlass zur Besorgnis, sagen die einen. Die Ergebnisse sind nicht haltbar, weil die Studien nicht nach toxikologischen Standards durchgeführt werden und nur im Einzelfall für bestimmte Risikopatienten gelten, sagen die anderen.

Das Hintergrundgespräch möchte einen konstruktiven Beitrag dabei leisten, einige der Unklarheiten, Halbwahrheiten und Missverständnisse bei diesem Thema auszuräumen.

Es diskutieren:

Ralf Greiner, Max-Rubner-Institut (MRI), Leiter des Instituts für Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik

Sieglinde Stähle, Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) – Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft

Rolf Buschmann, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Referent für technischen Umweltschutz

Moderation: Arndt Reuning (WPK), Wissenschaftsjournalist und Chemiker

Termin: Mittwoch, 19. September 2018, 14.00 – 16.00 Uhr

Ort: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Raum K3, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 10178 Berlin

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung per Mail wird gebeten, an:

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