WPK-Hintergrundgespräch „Ein Jahr nach Fukushima“ am 15.2. in Köln

Zunächst werfen wir einen Blick zurück auf den Ablauf der Ereignisse und wie Journalisten in Deutschland und Japan darüber berichtet haben. Sven Stockrahm (ZEIT Online) wird von seiner Recherchereise in Japan erzählen und Videomaterial zeigen. Wie stellte sich die Situation vor Ort dar? Welche Hürden der Berichterstattung gab es und welche Fallstricke lassen sich bei künftigen Krisenereignissen möglicherweise umgehen? Sven Dokter, Pressesprecher der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), wird u.a. offenlegen, mit welchen (Medien-)Anfragen und Vorschlägen er zu Fukushima konfrontiert wurde und wird. Der japanische Umweltjournalist Masahiro Matsuda erläutert, ob es (kulturelle) Unterschiede bei der Wahrnehmung von Katastrophen und zwischen japanischen und deutschen Medien gibt. Die freie Journalistin Dagmar Röhrlich, die für ihre sachliche Fukushima-Berichterstattung ausgezeichnet wurde, moderiert die Veranstaltung.

Im zweiten Teil geben Prof. Rolf Michel, Vorsitzender der Strahlenschutzkommission, der Nuklearmediziner Prof. Christoph Reiners und Dr. Michael Maqua (GRS) einen Überblick über die aktuelle Lage und stehen für technische, umweltbezogene und medizinische Fragen zur Verfügung: Was gibt es Neues zu den Reaktoren? Wie steht es um die kontaminierten Gebiete? Wie sollen die Dekontaminierungsarbeiten ablaufen? Werden die Menschen zurück in die Sperrzone können und – wenn ja – unter welchen Risiken?

Termin: Mittwoch, 15. Februar 2012, 17.00-19.30 Uhr
Ort: Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Köln, Raum 611
Anfahrt: http://www.grs.de/sites/default/files/Anfahrt_Koeln.pdf (Eingang über Aufzüge in der Opern-Passage)

Runde 1 (17.00 – 18.10 Uhr)
* Sven Stockrahm, ZEIT Online
* Sven Dokter, Pressesprecher der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)
* Masahiro Matsuda, japanischer Umweltjournalist, u.a. für NHK (Japanische Rundfunkgesellschaft)

Moderation: Dagmar Röhrlich

Runde 2 (18.15 – 19.30 Uhr)
* Prof. Rolf Michel, Vorsitzender des Krisenstabes der Strahlenschutzkommission, Leiter des Zentrums für Strahlenschutz und Radioökologie der Universität Hannover
* Prof. Christoph Reiners, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, ehem. Leiter des WHO-Kollaborationszentrums für medizinische Vorsorge und Hilfe bei Strahlenunfällen
* Dr. Michael Maqua, Officer des INES-Meldesystems bei der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich per Mail an: christian.esser@wpk.org.
Eine Anmeldung ist für den Zugang zur GRS unbedingt erforderlich.

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