WPK-Diskussion: „Gene, Gesundheit und Schlagzeilen. Wird die Macht der Gene überschätzt?“

Neben diesen fachlichen Fragen, möchten wir auch die Rolle der Medien bei diesem Sachverhalt diskutieren. Denn wer sich die Schlagzeilen der letzten Jahre anschaut, kann den Eindruck gewinnen, dass die Gendiagnostik in Windeseile eine Volkskrankheit nach der anderen aufklärt: „Alzheimer-Gen entdeckt“, „Fettleibigkeit steckt in den Genen“ etc. Dass es sich bei derlei Entdeckungen meist nur um statistisch auffällige Gen-Assoziationen („Risikofaktoren“) handelt, fällt oft genug unter den Tisch. Warum sind die Gene in den Medien so mächtig vertreten? Liegt es an geschickten PR-Stellen, die zuspitzen? Machen es sich Wissenschaftsjournalisten bei Gen-Themen zu einfach? Welche Erwartungen und Ängste werden geweckt?

Es diskutieren:

– Prof. Dr. Hans Lehrach, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, das Institut ist am internationalen 1000 Genome-Projekt beteiligt
– Jörg Blech, Spiegel-Redakteur, Buchautor, sein Buch „Gene sind kein Schicksal“ ist bei S. Fischer erschienen

Moderation: Kai Kupferschmidt (Tagesspiegel)

Führung vor der Diskussion: Ab 17 Uhr führen zwei Wissenschaftler durch einige Labore des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und geben Einblicke in ihre aktuelle Arbeit.

17.00 Uhr Führung durch das MPIMG
18.00 Uhr Beginn Diskussion
19.30 Uhr Umtrunk, Get-together

Ort: Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Ihnestraße 63-73, 14195 Berlin
Anreise: http://www.molgen.mpg.de/institute/visit.html

Anmeldung: Die Führung wird in erster Linie Journalisten angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, sich sowohl für die Führung als auch für die anschliessende Diskussionsveranstaltung anzumelden: christian.esser@wpk.org

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