World Health Summit – letzter Tag: Aufgabenstellungen für die Politik

„Der World Health Summit hat so viele Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und von NGOs zusammengebracht, wie noch nie zuvor. Das ist eine gute Basis, auf der wir jetzt alle gemeinsam handeln müssen – über alle Grenzen hinweg“, erklärte Detlev Ganten, Präsident des World Health Summit.

Die M8 Allianz, das akademische Netzwerk des World Health Summit und ein Zusammenschluss aus 25 der wichtigsten akademischen Gesundheitszentren der Welt, forderte am Ende des World Health Summit Politiker und Regierungen auf, mehr für die Weltgesundheit zu tun und zusammenzuarbeiten: „Gesundheit ist eine politische Entscheidung.“

Die zentralen Forderungen:
– Um eine starke und verlässliche Gesundheitsversorgung weltweit zu garantieren, müssen globale Gesundheitsthemen ein zentrales Thema der nächsten G7/G20 Treffen sein. Darüber hinaus muss alles getan werden, damit die Nachhaltigkeitsziele der UN erreicht werden.
– Der bestehende internationale Katastrophenschutz reicht nicht aus. Besonders die Sicherheit von Gesundheits- und Hilfskräften in Krisenregionen muss gewährleistet werden.
– Weltweit leben mehr als drei Milliarden Menschen in Städten – bis 2030 werden es nach UN-Schätzungen bis zu fünf Milliarden sein. Um ihre Gesundheit auch für die nächsten Generationen zu gewährleisten, müssen vor allem die sozialen Einflüsse auf Gesundheit berücksichtigt werden.

Die vollständige M8 Declaration: https://bit.ly/M8-Declaration-2017

Am dritten und letzten Tag des World Health Summit waren die Gesundheitsfolgen von Krieg und Terror eines der zentralen Themen. „Wenn Ärzte und Pflegekräfte angegriffen werden, zahlen die Patienten den Preis“, sagte Christine Beerli, Vizepräsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Tewodros Melesse, Generaldirektor der International Planned Parenthood Federation, rief dazu auf, endlich das Recht von Frauen auf körperliche Unversehrtheit zu gewährleisten. Die Welt ignoriere dieses wichtige Thema: „Sexuelle Gewalt nimmt in Krisenregionen immer zu – besonders in den Camps. Wie können wir ernsthaft glauben, dass diese traumatisierten Menschen wieder nach Hause zurückkehren und sich dort für Frieden einsetzen?“

Ein weiteres Thema waren die Nachhaltigkeitsziele der UN. Darüber diskutierten unter anderem Matshidiso Rebecca Moeti (WHO Regionaldirektorin für Afrika), Elhadj As Sy (Generalsekretär, International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies) und Ilona Kickbusch (Direktorin, Graduate Institute of International and Development Studies).

Video-Aufnahmen und Fotos zur kostenfreien Verwendung: https://www.worldhealthsummit.org

Mehr Informationen zu Themen und Sprechern:
https://www.worldhealthsummit.org/whs-2017/program
https://www.worldhealthsummit.org/whs-2017/speakers

Der World Health Summit (15.-17. Oktober, Kosmos, Karl-Marx-Allee 131a, Berlin) steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und des Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker und gilt als das wichtigste strategische Forum für weltweite Gesundheitsfragen. Er findet seit 2009 einmal jährlich im Oktober in Berlin statt.

Save the Date:

World Health Summit 2018
14.-16. Oktober
Berlin

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Pressekontakt:
Tobias Gerber
Tel.: +49 30 450 572 114
communications@worldhealthsummit.org

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