World Health Summit – dritter Tag: Handlungsaufforderungen an die Politik

Mit einem Besucherrekord und klaren Handlungsaufforderungen endete am Nachmittag der achte World Health Summit in Berlin: 1.800 Teilnehmer aus über 90 Ländern hatten die internationale Konferenz zur globalen Gesundheitsversorgung besucht, drei Tage lang hatten über 250 Sprecher in gut 40 Sessions die neuesten Entwicklungen in der internationalen Gesundheitsversorgung präsentiert und gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Die zentralen Themen: Flüchtlinge und Gesundheit, die Rolle von Big Data und technologischer Innovation in der Gesundheit, Antibiotikaresistenzen und die Stärkung von Frauenrechten.

Prof. Dr. Detlev Ganten zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen des World Health Summit: „Die letzten drei Tage standen ganz im Zeichen internationaler Zusammenarbeit – über alle Grenzen hinweg. Wir hatten in diesem Jahr viele Führungskräfte aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und von NGOs hier, allein vier Gesundheitsminister und zwei Nobelpreisträger.“

In ihrem Abschlussdokument fordert das akademische Netzwerk des World Health Summit, die M8 Allianz (ein Zusammenschluss aus 24 der wichtigsten akademischen Gesundheitszentren der Welt), Politiker und Regierungen weltweit dazu auf, ihre humanitären Anstrengungen zu verstärken und die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen zu verhindern.

Die zentralen Forderungen in der M8 Declaration:
– Rund 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, 130 Millionen brauchen humanitäre Hilfe. Für ihre Gesundheitsversorgung müssen dringend wirksame und nachhaltige Strategien entwickelt werden.
– Antibiotikaresistente Keime sind eine der größten globalen Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Um möglichst schnell wirksame Lösungen zu finden, muss die Zusammenarbeit verbessert werden – auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.
– Es kann keinen Fortschritt in der globalen Gesundheitsversorgung geben ohne die Stärkung der Rechte von Frauen. Die Politik muss deswegen die Rechte von Frauen auf körperliche Unversehrtheit, Gesundheit und Bildung unterstützen. Frauen müssen weltweit ihr Leben und die Familienplanung selbst bestimmen dürfen.

Die vollständige M8 Declaration ist online verfügbar:
http://bit.ly/M8-Declaration_2016

Die Rolle der Frau in der weltweiten Gesundheitsversorgung war auch Thema der Abschlussveranstaltung: Matshidiso Rebecca Moeti, Afrika-Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte: „Wir brauchen mehr Frauen als Entscheidungsträger in der Politik. Weltweit sind 23% der Parlamentsmitglieder Frauen. Es gibt also noch viel zu tun.“

Für Prof. Dr. Hélène Boisjoly von der Universität Montreal, Kanada, Jahrespräsidentin des World Health Summit 2017, ist Gleichberechtigung ein wichtiges Thema: „Wir werden es bei unserem Regionaltreffen in Montreal aufgreifen und auch beim World Health Summit in einem Jahr. Nur wenn die Frauenrechte gestärkt werden, können wir die Welt besser machen.“

Weitere Sprecher des dritten Konferenztages unter anderem: Nobelpreisträgerin Elisabeth Blackburn und Jim O’Neill, Vorstandsvorsitzender „The Review on Antimicrobial Resistance“.

Der World Health Summit steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident François Hollande und dem Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker. Er gilt mit zahlreichen Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft als das wichtigste strategische Forum für globale Gesundheitsfragen.

Video-Aufnahmen und Fotos zur kostenfreien Verwendung: http://www.worldhealthsummit.org

Mehr Informationen zu Themen und Sprechern des World Health Summit 2016:
http://www.worldhealthsummit.org/the-summit/program
http://www.worldhealthsummit.org/the-summit/speakers

Save the Date:

World Health Summit 2017
15.-17. Oktober
Berlin

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Pressekontakt:
Tobias Gerber
Tel.: +49 30 450 572 114
communications@worldhealthsummit.org

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