Workshop: Einheitliche europaweite Infrastruktur schaffen

Die klinische Forschung unterstützt die Übertragung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren in die routinemäßige Krankenversorgung. Dies geschieht mit Hilfe von klinischen Studien. Hier werden Patienten neue Behandlungsansätze angeboten. Entschließt er sich zur Beteiligung an einer klinischen Studie, hilft er mit den gewonnenen Daten die Wirksamkeit des entwickelten Behandlungsansatzes zu überprüfen und profitiert u.U. von neuen Therapiemöglichkeiten, die unter enger gesetzlicher Überprüfung angewandt werden. Eine klinische Studie wird häufig gleichzeitig an vielen Krankenhäusern im In- und Ausland durchgeführt, um die für eine verlässliche statistische Bewertung und aussagefähige Ergebnisse notwendige Datenmenge zu gewährleisten.

Die Europäische Union ist daran interessiert, eine einheitliche europäische Infrastruktur für klinische Studien zu schaffen, die deren Durchführung erleichtert. Dem europäischen Bürger nützt diese vereinheitlichte Infrastruktur, da sie einen viel schnelleren und effizienteren Transfer neuer Behandlungsmethoden in die Routine ermöglicht. Die Entwicklung dieser einheitlichen Infrastruktur wird durch die EU über das „European Clinical Research Infrastructures Network“ (ECRIN), einem Netzwerk europäischer Studienzentren, gefördert.

Ein wichtiger Teil von ECRIN ist die Entwicklung und Bereitstellung von IT-Lösungen und Services für die verschiedenen Aspekte einer multinationalen, klinischen Studie. Es gilt beispielsweise die Planung dieser Prüfungen zu unterstützen, indem IT-Lösungen ermitteln können, wie viele Patienten mit einem entsprechenden Krankheitsbild in beteiligten Kliniken vorhanden sind. Zudem werden Softwaresysteme entwickelt die die zentrale Speicherung der Daten der Studienteilnehmer unter Berücksichtigung der europäischen und nationalen Datenschutzrichtlinien ermöglicht.

Im Rahmen dieses Workshops werden die Ergebnisse der verschiedenen EU-Projekte Studienexperten aus dem ECRIN-Netzwerk vorgestellt. Eine Besonderheit ist die praktische Demonstration der in den Forschungs-Projekten entwickelten IT-Lösungen und Services. Der Workshop soll den verschiedenen europäischen Entwicklern von IT-Infrastruktur ermöglichen sich über Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten auszutauschen und den interessierten Anwendern einen Überblick über den Stand der Technik liefern.

Hintergrund: Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien bietet eine Vielzahl von Services an, die zur Durchführung Klinischer Studien notwendig sind. Hierzu gehören u.a. die Beantragung und Durchführung einer klinischen Studie (Projekt- und Studienmanagement), das Überwachen der klinischen Studie in den beteiligten Krankenhäusern (Monitoring), die Datenerfassung und –speicherung (Datenmanagement) und die Auswertung der Daten (Biostatistik). Des Weiteren ist das KKSD in eine Vielzahl europäischer Forschungs-Netzwerke und Projekte eingebunden und ein führendes Mitglied des ECRIN-Netzwerkes. Die CRI-Gruppe selber entwickelt IT-Lösungen, die die Organisation und Durchführung moderner Klinischen Studien unterstützen und vereinfachen. Info auch unter: http://www.medizin.hhu.de/dekanat/gremien-und-kommissionen/kommissionen/koordinierungszentrum-fuer-klinische-studien-kks.html

Kontakt: Prof. Dr. Christian Ohmann (Leiter KKS Düsseldorf), Töresin Karakoyun, KKS, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-19700

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