Wissenswettbewerb rund um das Gehirn

Pressemitteilung

Heidelberg, 3. Mai 2017

Wissenswettbewerb rund um das Gehirn
Beim Finale der „Deutschen Neurowissenschaften-Olympiade“ an der Universität Heidelberg zeigen Schüler aus ganz Deutschland ihre Kenntnisse

Mit welchem Gerät lässt sich elektrische Hirnaktivität messen und in welchem Teil des Gehirns wird Sprache verarbeitet? Fragen dieser Art müssen Schülerinnen und Schüler bei der „Deutschen Neurowissenschaften-Olympiade“ beantworten – einem Nachwuchswettbewerb, dessen Finale am 13. Mai 2017 an der Universität Heidelberg ausgerichtet wird. Die 45 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich Anfang April bei Vorrunden-Wettbewerben in Bonn, Berlin und Frankfurt qualifiziert. Der Gewinner wird Deutschland im „International Brain Bee“ in den USA vertreten. Organisiert wird die nationale Olympiade von Studierenden, Doktoranden und Lehrenden der Ruperto Carola.

Der „Brain Bee“ wurde vor 19 Jahren in den USA ins Leben gerufen und richtet sich an naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler. An den jährlich rund 150 Wettbewerben in mehr als 30 Ländern haben bisher über 60.000 Jugendliche teilgenommen. Die Gewinner der nationalen Wettbewerbe repräsentieren ihr Land im internationalen Wettbewerb, der in diesem Jahr vom 3. bis 6. August in Washington D.C. (USA) ausgerichtet wird. Zusätzlich haben erstmals die Zweit- und Drittplatzierten die Möglichkeit, an einer neurowissenschaftlichen Konferenz, der Behavior 2017, in Lissabon (Portugal) teilzunehmen. In Deutschland wurde der „Brain Bee“ zum ersten Mal 2011 als von Heidelberger Studierenden organisierter Wettbewerb ausgetragen. Inzwischen hat er sich zu einer deutschlandweit bekannten Veranstaltung entwickelt und trägt seit 2016 den Namen „Deutsche Neurowissenschaften-Olympiade“. Teilnehmen können Schüler der Klassen neun bis 13, in seltenen Fällen auch jüngere Jugendliche.

Der Wettbewerb, der auf Englisch durchgeführt wird, gliedert sich in fünf Abschnitte. Zunächst muss jeder Teilnehmer einen kurzen schriftlichen Test absolvieren. Anschließend folgen ein neuroanatomischer Praxisteil, bei dem Gehirnmodelle und echtes Gewebe verwendet werden, sowie eine erste Runde von Fragen der Jury. Nach einer sogenannten Patientendiagnose mit Videos und Anamnesen treten die zehn besten Schüler in einer letzten Fragerunde gegeneinander an. Dabei geht es unter anderem um Intelligenz, Emotionen, Gedächtnis, Sinneswahrnehmungen, Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen sowie Suchtforschung. Die Jury besteht aus Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg, des Interdisziplinären Zentrums für Neurowissenschaften (IZN) der Universität Heidelberg und des European Molecular Biology Laboratory Heidelberg.

Die „Deutsche Neurowissenschaften-Olympiade“ wird von einem Verein gleichen Namens getragen. Der Vorstand setzt sich aus acht Heidelberger Neurowissenschaftlern zusammen. Der Wettbewerb wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Neurowissenschaftlichen Gesellschaft und „Jugend forscht“ durchgeführt und insbesondere vom Exzellenzcluster CellNetworks der Ruperto Carola, den Sonderforschungsbereichen 1134 und 1158, dem IZN und der Klaus Tschira Stiftung gefördert.

Hinweis an die Redaktionen:
Der „Brain Bee“ findet am 13. Mai 2017 von 12 bis 19 Uhr im Universitätsgebäude Im Neuenheimer Feld 230 statt. Die Vertreter der Medien sind zur Teilnahme und Berichterstattung herzlich eingeladen. Um Anmeldung unter wird gebeten.

Kontakt:
Nathalie Tisch
Biochemiezentrum der Universität Heidelberg (BZH)
Tel. +49 6221 54-4122

Kommunikation und Marketing
Pressestelle
Tel. +49 6221 54-2311

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