Wissenschaftsministerium weist Behauptung des CDU-Fraktionsvorsitzenden zurück

Zu Behauptungen des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Karl-Josef Laumann zum Rückgang der Medizinstudierenden an den
nordrhein-westfälischen Hochschulen stellt das Wissenschaftsministerium klar: Nordrhein-Westfalen hat in den letzten zwei Jahrzehnten konstant viele Studierende in der Humanmedizin ausgebildet. Im Zeitraum 1990 bis 2010 lagen die Zulassungszahlen im Fach Medizin in NRW von zufälligen Schwankungen abgesehen bei etwa 1.900 bis 2.000 Personen. Die Zahl der eingeschrieben Studierenden ist im Vergleich zu 1992 rückläufig, weil die Studiendauer deutlich gesunken und die Zahl der Langzeitstudierenden signifikant zurückgegangen ist.

In der Phase des doppelten Abiturjahrgangs steigert Nordrhein-Westfalen zudem die Zahl der Medizinstudienplätze um jährlich rund zehn Prozent. Damit wird sichergestellt, dass auch diejenigen gute Chancen auf einen Medizinstudienplatz haben, die zu einer Zeit ihr Studium aufnehmen wollen, in der die Nachfrage besonders hoch sein wird. Mit den Hochschulen sind folgende zusätzliche Studienanfänger im Zeitraum 2011 bis 2015 oberhalb der Aufnahmekapazitäten vereinbart: RWTH Aachen: 125, Kooperation Duisburg-Essen/Bochum: 225, Universität Düsseldorf: 175, Universität Köln: 285, Universität Münster: 125.

An sechs Hochschulen kann derzeit Humanmedizin in Nordrhein-Westfalen studiert werden: RWTH Aachen, Universität Bochum, Universität Bonn, Universität Duisburg-Essen, Universität Düsseldorf, Universität Köln und Universität Münster. An allen medizinischen Fakultäten gibt es derzeit die in der Ärztlichen Approbationsordnung vorgesehenen Angebote in der Allgemeinmedizin. Die medizinischen Fakultäten in Bochum, Bonn, Düsseldorf und Essen haben darüber hinaus besondere Konzepte zur Stärkung der Allgemeinmedizin entwickelt.

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