Wissenschaftsministerin Wanka eröffnet neues Fraunhofer-Transferzentrum in Oldenburg

Forschungsschwerpunkt des neuen Transferzentrums sind Technologien, die besonders ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen im Alltag unterstützen. Dazu gehören intelligente Assistenzsysteme genauso wie Gebäudetechnik und Sicherheitssysteme. Zentraler Baustein ist die Einbindung von Nutzern in die Entwicklung neuer Technologien sowie die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen und regionalen Unternehmen. Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert den Aufbau des Zentrums mit 2,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren.

»Das Transferzentrum stärkt und erweitert die anwendungsorientierte Forschung und bringt die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen im Nord-Westen voran. Am Standort der Jade-Hochschule haben wir in kurzer Zeit in Niedersachsen die dritte Kooperation der Fraunhofer-Gesellschaft mit Fachhochschulen realisiert. Davon profitiert der Hochschulstandort und die Menschen in Oldenburg, weil so qualifizierte Arbeitsplätze gesichert und weitere geschaffen werden«, sagte Wissenschaftsministerin Wanka.

Professor Buller unterstrich das Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft, durch Kooperationen mit Fachhochschulen praxisnahe Innovationen zu fördern.

»Fachhochschulen sind traditionell eng mit der regionalen Wirtschaft vernetzt. Durch die Bündelung der Expertisen der Fraunhofer-Projektgruppe und der Jade Hochschule können Forschungsergebnisse schneller in praxisnahe Projekte umgesetzt werden. Wir können so den Austausch mit der regionalen Wirtschaft intensivieren und die Innovationskraft gerade von kleinen und mittleren Unternehmen stärken«, so Buller.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Unternehmen soll die Lücke zwischen technologischen Entwicklungen in dem noch neuen Feld der assistiven Technologien und deren Umsetzung am Markt schließen. Neben Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen wird das Transferzentrum auch Beratungs- und Fortbildungsangebote für Unternehmen anbieten und Nutzungs- und Akzeptanzstudien mit Anwendern durchführen. Die Leitung übernimmt Professor Dr.-Ing. Frank Wallhoff, der auch das Institut für Technische Assistenzsysteme (ITAS) an der Jade Hochschule leitet und seit 2011 als wissenschaftlicher Berater an die von Professor Dr. Dr. Birger Kollmeier und Dr. Jens Appell geleitete Fraunhofer-Projektgruppe angebunden ist. Professor Dr.-Ing. Jörg Bitzer von der Jade Hochschule, der ebenfalls in der Projektgruppe beratend tätig ist, verantwortet als stellvertretender Leiter des Transferzentrums einen weiteren Forschungsbereich zur akustischen Signalbearbeitung für Anwendungen der zivilen Sicherheit.

Über die Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie, Oldenburg | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT:
Ziel der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Hörwahrnehmung des normalen und des beeinträchtigten Gehörs in technologische Anwendungen umzusetzen. Schwerpunkte der angewandten Forschung sind die Vorhersage und Verbesserung von Sprachverständlichkeit unter akustisch schwierigen Bedingungen, die personalisierte Audiowiedergabe in Medien- und Telekommunikationsgeräten und die maschinelle Sprach- und Ereigniserkennung. Die Projektgruppe wurde im August 2008 als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT, Ilmenau, gegründet. Über wissenschaftliche Kooperationen ist sie eng mit den Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung verbunden und in dem Exzellenzcluster »Hearing4all« sowie dem Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk »Auditory Valley« vertreten.
www.idmt.fraunhofer.de/hsa/

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Meike Hummerich
Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT
Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie
Marie-Curie-Str.2
26129 Oldenburg
Telefon +49 441 2172-436
Email meike.hummerich@idmt.fraunhofer.de

Über die Jade Hochschule | Studieren und Leben ganz oben:
Die junge Jade Hochschule liegt ganz oben im Nordwesten: In Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth studieren derzeit 6.700 junge Menschen, die Lust auf Zukunft haben. 180 Professorinnen und Professoren betreuen sie persönlich im Studium und helfen bei der Vermittlung von Kontakten zu potenziellen Arbeitgebern. Die Hochschule versteht sich als eine forschende, familien- und umweltfreundliche Hochschule, die auch in der Lehre neue Wege beschreiten möchte. Die Jade Hochschule gehört in der angewandten Forschung und Entwicklung zu den besonders leistungsstarken Fachhochschulen Deutschlands. Ihre Entwicklungen machen Lösungen sichtbar für die Zukunftsaufgaben Energie, Gestaltung, Material und Konstruktion, Gesundheit, Information, Maritime Wirtschaft und Technik sowie Mobilität und Handel.
www.jade-hs.de

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