Wissenschaft und Wirtschaft wollen sich in der Gesundheitsforschung stärker vernetzen

Kooperationen von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der Gesundheitsforschung voranzubringen war Ziel des diesjährigen „Tags der Forschung und Technologie“, zu dem das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur heute an das Institut für Molekulare Biologie (IMB) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeladen hatte.

Die Veranstaltung, die sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie an Fach- und Nachwuchskräfte und Studierende richtete, knüpfte an das Thema des diesjährigen Wissenschaftsjahrs „Forschung für unsere Gesundheit“ an. „Dabei stehen nicht allein Diagnose, Behandlung und Heilung von Krankheiten im Mittelpunkt, sondern auch die ethische und gesellschaftliche Dimension von Gesundheit. Für die Gesundheitsforschung liegt darin eine große Herausforderung, die von einzelnen Akteuren nur zum Teil zu lösen oder zu beantworten sein wird“, so Wissenschaftsministerin Doris Ahnen. Sie verwies auf den großen wissenschaftlichen Erfolg der Gesundheitsforschung, die sich durch das ganze Land ziehe: vom Institut für Medizintechnik und Informationsverarbeitung Mittelrhein in der Region um Koblenz über das Mainzer Cluster für indivi-dualisierte Immunintervention CI3 bis zur gemeinsamen Forschung von Lebenswis-senschaftlern mit Experten der Mikro- und Nanotechnologie am Wissenschaftsstandort Kaiserslautern.

Ein herausragendes Beispiel sei auch das IMB selbst: Das Exzellenzzentrum für Lebenswissenschaften schulde sein Bestehen einer großzügigen Spendenzusage der Boehringer Ingelheim Stiftung ebenso wie der Unterstützung durch das Land. „Das IMB ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Landespolitik und Wirtschaft beim Ausbau unserer Wissenschafts- und Forschungslandschaft an einem Strang ziehen“, so Doris Ahnen.

Daran anknüpfend wolle sich das Land auch in der neuen Legislaturperiode für starke Allianzen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft einsetzen, kündigte die Wissen-schaftsministerin an. Nicht zuletzt im Bereich der Gesundheitsforschung müsse es darum gehen, neues Wissen direkt und schnell in innovative Produkte und Verfahren umzusetzen. Diesen Ansatz verfolge beispielsweise das Institut für translationale On-kologie (TRON), das als Bindeglied zwischen Johannes Gutenberg-Universität, Universitätsmedizin Mainz und der Wirtschaft agiere. TRON zielt auf die gemeinsame Erforschung, Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen sowie von Erkrankungen des Immunsystems. Die Kosten für den Aufbau des Instituts sind mit rund 33 Millionen Euro veranschlagt, von denen das Land etwa ein Drittel übernimmt. Dies sei nur ein Beleg dafür, so Doris Ahnen weiter, dass das Land Ausgaben für Forschung und Lehre stets als Investitionen in die Zukunft betrachte. Vor diesem Hintergrund plane die Landesregierung derzeit auch die Aufstockung des Sondervermögens „Wissen schafft Zukunft“ um rund 254 Millionen Euro.

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