Wird es maschinelles Bewusstsein geben?

Selbstfahrende Autos könnten schon bald zum Straßenbild gehören. Solche intelligenten Maschinen sollen den Alltag vieler Menschen erleichtern, werfen aber auch kritische Fragen auf: Ist das Gehirn eine Art biologische Maschine? Könnten Computer seine Funktionen übernehmen? Und wo liegt die Grenze zwischen künstlicher Intelligenz und künstlichem Bewusstsein? Um diese Fragen dreht sich der siebte CIN-Dialog des Forum Scientarum und des Werner Reichardt Centrums für Integrative Neurowissenschaften (CIN) der Universität Tübingen. Unter dem Titel „Wird es maschinelles Bewusstsein geben?“ diskutieren der Neurowissenschaftler Professor Andreas K. Engel aus Hamburg und der Informatiker Professor Joachim M. Buhmann aus Zürich Möglichkeiten und Grenzen künstlicher Intelligenz. Der Abend wird moderiert von Ulrich Schnabel, Redakteur im Ressort Wissen der ZEIT.

Der CIN Dialog findet am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, um 19.15 Uhr im Audimax (Neue Aula, Geschwister-Scholl-Platz) statt. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, der Eintritt ist frei.

Die „CIN Dialogues at the Interface of the Neurosciences and the Arts and Humanities“ werden gemeinsam vom Forum Scientiarum und dem CIN veranstaltet. Die interdisziplinär arbeitenden Einrichtungen wollen damit den Austausch zwischen Neurowissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften über den akademischen Bereich hinaus sichtbar machen und in die Gesellschaft tragen.

Andreas K. Engel ist Professor für Neurophysiologie und seit 2002 Direktor des Instituts für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Engel mit den neuronalen Grundlagen kognitiver Prozesse. Die grenzüberschreitende Beschäftigung mit philosophischen Interpretationen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse ist ihm stets ein besonders wichtiges Anliegen.

Joachim M. Buhmann ist Professor für Informatik und Leiter des Instituts für maschinelles Lernen (ML-Lab) an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Mustererkennung und Datenanalyse, besonders im Bereich des maschinellen Lernens, die statistische Lerntheorie und die angewandten Statistik.

Ulrich Schnabel ist Redakteur im Ressort Wissen der ZEIT in Hamburg und Autor mehrerer Sachbücher. Er schreibt vorwiegend über Themen im Grenzbereich zwischen Natur- und Geisteswissenschaften und wurde für seine Artikel mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Das Thema des CIN Dialogs wird in einem eintägigen internationalen Workshop „On Conscious Artificial Systems“ am Forum Scientiarum vertieft, an dem neben Prof. Andreas K. Engel die Wissenschaftler Prof. Martin Butz von der Universität Tübingen, Dr. Hong Yu Wong vom CIN, Prof. Christoph von der Malsburg vom Frankfurt Institute for Advanced Studies und Dr. Wanja Wiese von der Universität Mainz mitwirken. Er findet am Donnerstag, den 1. Dezember, ab 9.30 Uhr im Hörsaal des Forum Scientiarum, Doblerstr. 33 statt und steht interessierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie Studierenden zur Teilnahme offen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Workshop ist auf Englisch. Registrierung bis zum 27. November unter: info@fsci.uni-tuebingen.de

Weitere Informationen finden Sie unter: www.cindialogues.uni-tuebingen.de

Kontakt:
Dr. Niels Weidtmann
Universität Tübingen
Forum Scientiarum
Wissenschaftlicher Leiter
Tel.: +49 7071 40716-0
niels.weidtmann@fsci.uni-tuebingen.de
www.forum-scientiarum.uni-tuebingen.de

Dr. Paul Töbelmann
Universität Tübingen
Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN)
Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 7071 29-89108
paul.toebelmann@cin.uni-tuebingen.de
www.cin.uni-tuebingen.de

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