Wir werden älter! Was bedeutet das für Stadt und Land? – Vortrag in der Reihe „Science & Society“

Wir werden älter!

Deutschland altert. Lag der Anteil der „Generation 60+“ im Jahr 1950 noch bei lediglich 15 Prozent der Gesamtbevölkerung, wird nach aktuellen Schätzungen im Jahr 2050 mehr als jeder Dritte älter als 60 Jahre sein. Außerdem werden sich bis dahin auch die Gesamtzahl der Bevölkerung und der Anteil junger Menschen stark verringern. In Regionen mit Strukturproblemen und in Abwanderungsgebieten ist diese Situation teilweise weitaus dramatischer als in den wirtschaftlich gut entwickelten Räumen. Dies stellt nicht nur die Gesellschaft im Allgemeinen, sondern insbesondere die stark betroffenen Städte und Regionen vor gigantische Herausforderungen. Infrastruktur, Versorgungsnetzwerk, soziale Angebote, bauliche Gegebenheiten – alles muss in einer alternden Gesellschaft neu hinterfragt werden.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Müller in der öffentlichen Vortragsreihe „Science & Society“ kritisch mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Städte und ländliche Regionen auseinander, diskutiert damit verbundene Herausforderungen und Chancen im Umgang mit dem demografischen Wandel und skizziert Perspektiven für die zukünftige Forschung. Der Vortrag „Wir werden älter! Was bedeutet das für Städte und Regionen?“ findet am 01. September 2016 um 16:00 Uhr im Hörsaal des Abbe-Zentrums auf dem Beutenberg-Campus in Jena statt. Das Grußwort hält Dr.-Ing. habil. Matthias Lerm, Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Jena.

Der Referent

Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und Professor für Raumentwicklung an der Technischen Universität Dresden, beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Thema Demografie und den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Raumentwicklung. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung. Bernhard Müller ist Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatec) und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Er war Mitglied der von Leopoldina und acatech getragenen Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ und der Expertenkommission „Demographischer Wandel Sachsen“. Im Jahr 2014 wirkte er an der Erarbeitung der Strategischen Forschungs- und Innovationsagenda „Zukunftsstadt“ der Bundesrepublik Deutschland mit.

Öffentliche Vortragsreihe „Science & Society“

Die zweimal jährlich stattfindende öffentliche Vortragsreihe „Science & Society“ erweitert die in Jena betriebene naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagenforschung zum Altern um gesellschaftliche und soziale Aspekte und wird vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) und dem Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing in Zusammenarbeit mit dem Beutenberg-Campus Jena e.V. organisiert.

Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Der Eintritt ist frei! Kostenlose Parkplätze stehen unterhalb des Abbe-Zentrums Beutenberg zur Verfügung.

Zu der Veranstaltung sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

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Kontakt

Dr. Kerstin Wagner
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Tel.: 03641 / 65 6378, presse@leibniz-fli.de

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Hintergrundinfo

Die öffentliche Vortragsreihe „Science & Society“ am Beutenberg-Campus erweitert die in Jena betriebene naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagenforschung zum Altern um soziale und gesellschaftliche Aspekte und wird zweimal jährlich vom Leibniz-Institut für Alternsforschung (FLI) und dem LFV Healthy Ageing in Zusammenarbeit mit dem Beutenberg-Campus Jena e.V. organisiert. Die Vortragsveranstaltung ist Teil des Themenjahrs „die beste der möglichen Welten“, mit dem die Leibniz-Gemeinschaft 2016 den 370. Geburtstag und 300. Todestag von Gottfried Wilhelm Leibniz begeht ().

Das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist das erste deutsche Forschungsinstitut, das sich seit 2004 der biomedizinischen Altersforschung widmet. Über 330 Mitarbeiter aus 30 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alternsprozessen und alternsbedingten Krankheiten. Näheres unter .

Im Leibniz-Forschungsverbund (LFV) Healthy Ageing kooperieren 21 Institute der Leibniz-Gemeinschaft. Ziel des Verbundes ist es, die Ursachen des Alterns interdisziplinär auf allen Ebenen zu erforschen. Daraus werden Anpassungsstrategien entwickelt und validiert, die Gesundes Altern nachhaltig fördern. Beteiligt sind Biomediziner, Psychologen, Kognitions- und Neurowissenschaftler, Raumplaner und Wirtschaftswissenschaftler.

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