Wir sind Vielfalt: Uniklinik Ulm setzt Zeichen für Toleranz und Offenheit

Im Universitätsklinikum Ulm sind rund 6.000 Mitarbeiter*innen beschäftigt, die aus 60 Ländern stammen, darunter zum Beispiel Simbabwe, Ukraine, Frankreich, Polen, Pakistan, Philippinen, Litauen oder Korea. Unter anderem diese Internationalität verdeutlicht die Vielfalt des größten Arbeitgebers der Region. Eine Protagonistin, die für die Vielfalt der Herkunftsländer im Universitätsklinikum Ulm steht ist die angehende Herzchirurgin Martina Skandul. Sie ist das UKU-Gesicht der Vielfalt und auf einem Großbanner am Parkhaus am Oberen Eselsberg, auf vielen Postern an den Klinikstandorten, auf der Klinik-Homepage oder auf Facebook zu sehen.
Martina Skandul (36) wurde im kroatischen Küstenstädtchen Pula geboren. „Heimat ist für mich die Seeluft und die Sonne in Istrien“, schwärmt sie. Sie spricht vier Sprachen, darunter Englisch und Deutsch und besitzt die italienische und die kroatische Staatsbürgerschaft. In Modena in Italien studierte sie zunächst zwei Jahre Pharmakologie, wollte aber schon immer Herzchirurgin werden. Nach dem Studium der Humanmedizin in Triest wechselte sie nach Passau und schließlich im Mai 2018 an das Universitätsklinikum Ulm. Hier absolviert die Assistenzärztin in der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie ihre Fachausausbildung zur Herzchirurgin. Die Vielfalt der Nationalitäten erlebt sie täglich im Klinikalltag, da viele ihrer Kolleg*innen aus unterschiedlichen Ländern stammen. Ihr beruflicher Traum: „Ich möchte gerne minimalinvasiv eine Mitralklappe operieren.“ Privat ist sie dagegen schon angekommen. „Ich finde, die Deutschen sind sehr tolerant. Ich fühle mich wohl hier.“ Ihr Zuhause wird allerdings immer Istrien bleiben.

Hintergrund der Kampagne des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD):
Die 34 deutschen Universitätsklinika und ihre über 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz. Das Zusammenspiel verschiedener Menschen, Kulturen und Nationen in medizinischer Versorgung, Forschung und Lehre trägt maßgeblich dazu bei, Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln.
Mit einer deutschlandweiten Aktion setzen die „Deutschen Universitätsklinika“ ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Dazu werden am „Diversity-Tag“ am 28. Mai u.a. haushohe Banner mit Porträts von realen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Gebäuden der Uniklinika gehisst, die deren Vielfalt symbolisieren. Die Geschichten der Menschen auf dem Banner werden ab diesem Tag auf verschiedenen Medien verbreitet. Es geht um ihre beruflichen Herausforderungen an einer Uniklinik, die Zusammenarbeit in Teams, aber auch um Persönliches wie Herkunft und Lebenskonzepte.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.uniklinika.de

Vielfalt im Universitätsklinikum Ulm:
Die aktuelle Kampagne „Wir sind Vielfalt. 190.000 Gesichter der Unimedizin“ ist nur ein Beispiel, für den Einsatz des Universitätsklinikums Ulm für Vielfalt und Toleranz. Erst kürzlich hat der Klinikumsvorstand die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, eine Arbeitgeber-Initiative, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen möchte. Im Universitätsklinikum sind darüber hinaus bereits Vereinbarungen zur gelebten Vielfalt getroffen worden. Der Code of Conduct regelt u.a. den Umgang miteinander. So sollte das Verhalten der Beschäftigten untereinander geprägt sein von Respekt, Anerkennung und Wertschätzung. Das Universitätsklinikum Ulm toleriert keine Diskriminierung oder Belästigung im Arbeitsumfeld. In der Dienstvereinbarung ist darüber hinaus partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz festgelegt. Diverse Veranstaltungen, wie die jährliche Frauenversammlung oder „Toleranz für Vielfalt“ zeigen ebenfalls das umfangreiche Engagement des Klinikums.

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