Willkommen in der MHH! Die Hochschule hat jetzt eine eigene Hautklinik

Am 1. April ist es amtlich: Die „Hautklinik Linden“ wird in ihrer Gesamtheit zur Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die Hochschule hat den Versorgungsauftrag vom Klinikum Region Hannover (KRH) übernommen. Die Arbeitsplätze aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben erhalten. Von den 85 Vollkraftstellen waren bislang 20 der MHH zugeordnet. Der Forschungsbereich ist bereits im November 2010 auf den Campus in frisch sanierte Räume im Gebäude I3 umgezogen. Die Klinik wird noch bis Anfang 2013 im Gebäude der „Hautklinik Linden“ bleiben, bis auf dem MHH-Gelände ein Neubau errichtet ist. „Wir sind nun überglücklich, dass nun die gesamte Klinik zur MHH gehört“, sagt Professor Dr. Alexander Kapp, Direktor der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, der bis zur Übernahme in einer Doppelfunktion auch der Ärztliche Direktor der KRH-Hautklinik Linden war.

„Nach dem Umzug der Frauenklinik aus dem Oststadtkrankenhaus im Jahre 2004 und der Übernahme der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie schließt sich jetzt mit der Übernahme der Hautklinik der Kreis“, betont Holger Baumann, als MHH-Vizepräsident zuständig für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration. Er hat die Verhandlung mit dem KRH geführt. „Damit können wir in naher Zukunft bis auf die Orthopädie, die im Annastift verbleiben wird, alle medizinischen Disziplinen auf dem MHH-Campus vereinen.“

Forscher in neuen Räumen

Das sehen auch Professor Kapp und sein Stellvertreter Professor Dr. Thomas Werfel als großen Gewinn. „Die Zusammenarbeit mit den MHH-Kollegen anderer Kliniken können wir nun optimal weiter ausbauen“, sagt Professor Kapp, „das wird zu vielen Synergieeffekten führen und hat wesentliche Vorteile für die Versorgung aller MHH-Patienten.“ Die Klinik biete schließlich Patientenversorgung auf Spitzenniveau in allen Facetten des Gebiets Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Auch Professor Werfel sieht viele positive Auswirkungen. „Wir können auf dem MHH-Campus nun in Räumen mit höchstem Laborstandard forschen und viel einfacher als bislang kooperative Projekte mit anderen MHH-Abteilungen durchführen.“ Der neue Labortrakt verfügt über fast 600 Quadratmeter zusammenhängende Fläche. Mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sechs Doktoranden forschen zu den Schwerpunkten Entzündung, Allergie und Dermato-Onkologie. Da ein beträchtlicher Teil dieser Projekte an der Schnittstelle zwischen Klinik und experimenteller Forschung angelegt ist, freuen sich die Wissenschaftler auf den baldigen Umzug der Hautklinik auf den MHH-Campus: „Unsere Studien, in denen zum Beispiel epidermale Stammzellen, die Haut infiltrierende, spezifische T-Zellen oder eosinophile Granulozyten von Patienten mit schweren chronisch-entzündlichen Hautkrankheiten untersucht werden, profitieren außerordentlich von der Zusammenarbeit zwischen Klinik und Forschung“, sagt Professor Werfel.

Ärzte mit großer Expertise sichern hervorragende Behandlung und Ausbildung

Die Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie ist eine der größten ihrer Art in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden in der Hautklinik mit ihren 55 Betten und 25 teilstationären Behandlungsplätzen über 3.100 Patienten stationär und mehr als 9.000 ambulant behandelt. „Hautkrankheiten haben eine große praktische Bedeutung für die klinische Ausbildung von angehenden Ärzten. Gerade die Größe der Klinik gewährleistet, dass im Modellstudiengang für Humanmediziner tatsächlich alle Medizinstudenten auch Hautkrankheiten am Patienten sehen und erläutert bekommen“, sagt Professor Kapp.

Die Schwerpunkte in der klinischen Versorgung sind Hauttumoren, entzündliche Hauterkrankungen (Immundermatologie) sowie Allergien. „In der Dermato-Onkologie können wir als Haut-Tumor-Zentrum Hannover auf eine außerordentlich große Expertise in der operativen Dermatologie, aber auch bei medikamentöser Tumortherapie zurückgreifen“, erläutert Professor Kapp. Bei der Allergiebehandlung steht neben der ambulanten Versorgung die stationäre Behandlung mit Provokationsdiagnostik, zum Beispiel bei allergischen Reaktionen gegen Nahrungsmittel, Medikamente oder Insektengifte sowie die spezifische Immuntherapie im Vordergrund. Neben der Immundermatologie werden auch innovative photomedizinische Verfahren sowie Lasertherapien angeboten. „Die Zeit, in der Hautärzte nur Salben verschreiben konnten, ist vorbei“, betont Professor Kapp. „Gerade schwere Dermatosen sind vor allem mit einer Systemtherapie behandelbar.“ Eine Übersicht über das gesamte Behandlungsangebot findet sich im Internet unter www.mh-hannover.de/dermatologie.html.

Weitere Informationen erhalten Patienten unter www.mh-hannover.de/dermatologie.html. Die Klinik ist telefonisch erreichbar unter 0511 9246-0.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Professor Dr. Alexander Kapp, derma@mh-hannover.de, oder an Professor Dr. Thomas Werfel, werfel.thomas@mh-hannover.de.

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