Wilhelm Löhe Hochschule bildet Entrepreneure aus

Gesundheits- und Sozialunternehmen können eine wesentliche Plattform sein, soziale Innovationen zu befördern und vor allem zu gestalten, zeigte sich Jürgen Zerth, Professor für Gesundheitsökonomie an der WLH in Fürth, überzeugt. Technologien geben kontinuierlich neue Impulse insbesondere im Gesundheitswesen, so der Fürther Gesundheitsökonom. Die wirklich nachhaltige gesellschaftliche Wirkung entstehe aber erst durch die Veränderung des Zusammenlebens oder des Zusammenarbeitens in Gesundheits- und Pflegeprozessen. Die Digitalisierung fordert Gesundheits- und Sozialunternehmen auf, Angebote „vertrauensvollen Datenmanagements“ zu entwickeln und auch anzubieten. Hier haben werteorientierte Sozialunternehmen etwa aus der Diakonie oder der Caritas eine wesentliche Chance zur Gestaltung. Diese Chance muss aber auch genutzt werden, denn die Entwicklungen im Digitalisierungskontext lassen sich nur verändern, wenn es Konzepte zur Mitgestaltung gibt. Vor diesem Hintergrund benötigen Entrepreneure in der Sozialwirtschaft ein Fundament methodischer und fachlicher Kompetenz sowie Wissen über Menschenbilder und Verantwortung. Hieran möchte sich die WLH mit ihren Ausbildungskonzepten messen lassen.

Ein Beispiel der Förderung derartigen sozialen Unternehmertums konnten die Teilnehmer am letzten Tag der Konferenz in einer „Projekt-Speed-Börse“ verfolgen. Studierende aus verschiedenen Ländern konnten angewandte Projektideen vorstellen und diskutieren. Die WLH war mit den Studierenden Tina Böhmländer und Alisa Hemberger vertreten. Die WLH-Studierenden zeigten etwa die Idee einer studentischen Geschäftsidee zur „Betrieblichen Gesundheitsförderung“ sowie die Mitgestaltungsmöglichkeiten bei der Vermarktung der demenzpräventiven SIMA-Strategie.

Die 17. SoCareNet-Tagung wurde gemeinsam von der Diakonie Neuendettelsau, dem Prager CEVRO-Institut für Politik und Ökonomie sowie mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung durchgeführt.

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