Wieder in Balance kommen

(djd). Juckreiz, Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen – es gibt Probleme, über die sprechen die meisten Frauen nur mit ihrer besten Freundin. Ein Scheidenpilz oder eine Scheideninfektion – die bakterielle Vaginose – gehören dazu. Vielen Frauen sind diese Erkrankungen peinlich. Manche fürchten gar, man könne ihnen mangelnde Hygiene vorwerfen. Doch das stimmt ganz und gar nicht. Bei beiden Erkrankungen ist das Gleichgewicht zwischen „guten“ Milchsäurebakterien und schädlichen Bakterien oder Pilzen gestört.

Zwei Erkrankungen, zwei Behandlungen

Eine Pilzinfektion wird mit einem Antimykotikum behandelt, in der Regel mit Tabletten zum Einführen in die Scheide und einer Creme zum Auftragen auf die äußeren Intimbereiche. Die Scheideninfektion, die durch Bakterien hervorgerufen wird, muss mit einem Antibiotikum behandelt werden. Vor allem Schwangere sollten regelmäßig ihren vaginalen pH-Wert messen, da eine bakterielle Vaginose eine Frühgeburt begünstigen kann. Behandlungen mit Antibiotika schlagen in der Regel sehr schnell an, zerstören jedoch auch die wichtigen Bakterien in der Vaginalflora, weshalb sich danach beispielsweise eine Kur mit Vagiflor empfiehlt, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Das Präparat enthält lebende Milchsäurebakterien. Es muss kühl gelagert werden, damit die Lactobazillen lebensfähig bleiben. Dazu gibt es auf http://www.vagiflor.de weitere Informationen.

Offenheit ist wichtig für die Partnerschaft

Viele Frauen mögen ihrem Partner trotz dieser Zusammenhänge nicht sagen, warum sie bis zum Abschluss der Behandlung lieber auf Intimitäten verzichten wollen. Doch ob der Partner auch in die Behandlung einbezogen werden muss, kann nur der behandelnde Arzt entscheiden. Denn obwohl der Partner vermutlich keine Beschwerden hat, werden Bakterien wie Gardnerellen beim Geschlechtsverkehr übertragen. Dem Partner offen zu sagen, warum man im Moment auf Erotik verzichtet, hat also zwei Vorteile: Erstens kann er selbst entscheiden, ob er einen Arzt aufsuchen will, und zweitens weiß er, dass die Zurückhaltung seiner Partnerin nicht die Beziehung infrage stellt.

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