Wie Vitamin E vor Atherosklerose schützt

Ernährungswissenschaftlerin Maria Wallert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist während des „15th International Meeting on Fat Soluble Vitamins“ in Kalabaka (Griechenland) mit dem Young Investigator Award ausgezeichnet worden. Die Doktorandin vom Institut für Ernährungswissenschaften hat den Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag eines Nachwuchswissenschaftlers verliehen bekommen. Der Kongress gehört zu den wichtigsten internationalen Tagungen auf dem Gebiet der fettlöslichen Vitamine und zieht alle drei Jahre Experten und Nachwuchsforscher aus der ganzen Welt an.

In ihrem ausgezeichneten Vortrag hat die 27-Jährige neue Erkenntnisse über Vitamin E und seine Stoffwechselprodukte vorgestellt. Vitamin E wird weltweit als Nahrungsergänzung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Erstmals konnte die Jenaer Nachwuchswissenschaftlerin nun ein bestimmtes Stoffwechselprodukt von Vitamin E im Blut von Menschen nachweisen, die das Vitamin eingenommen hatten. Sie konnte außerdem zeigen, dass dieser Metabolit den Lipidstoffwechsel von Immunzellen beeinflusst, was bei der Entstehung von Atherosklerose eine Rolle spielt.

„Der wichtigste Bestandteil von Vitamin E ist das sogenannte alpha-Tocopherol, das in der Leber über zahlreiche Stoffwechselschritte abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden wird“, erläutert Maria Wallert. Dieser Stoffwechsel sei seit einigen Jahren bekannt, so die Doktorandin. „Völlig unbekannt war bisher jedoch, ob die im Stoffwechsel auftretenden Abbauprodukte auch im Blut zu finden sind und welche Funktion sie im menschlichen Körper haben.“

Betreut wird Maria Wallert von Prof. Dr. Stefan Lorkowski vom Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Jena und Prof. Dr. Marc Birringer von der Hochschule Fulda, die sich sehr über die Auszeichnung „einer talentierten und hochmotivierten Nachwuchswissenschaftlerin“ freuen. „Ein solcher Preis am Beginn der Karriere fördert die Sichtbarkeit und bedeutet eine zusätzliche Motivation in der akademischen Forschung zu arbeiten.“ Außerdem sei diese Wertschätzung auch für die Forschung von Bedeutung, unterstreiche sie doch, dass auch in vermeintlich gut verstandenen Forschungsfeldern noch Neuland zu entdecken sei.

Kontakt:
Maria Wallert
Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dornburger Str. 25, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949719
E-Mail: maria.wallertuni-jena.de

Scroll to Top