Wie Stress unter die Haut geht: Leopoldina-Vortrag über genetische Spuren psychischer Belastung

Urkundenübergabe an die neuen Mitglieder (17.30 Uhr)
Vortrag von Dr. Dr. Elisabeth Binder „Wie Stress unter die Haut geht: Molekulare Mechanismen von Gen-Umwelt-Interaktionen und ihre Bedeutung für psychiatrische Erkrankungen“ (18.30 – 19.30 Uhr)
Mittwoch, 12. Juli 2017
Hauptgebäude der Leopoldina, Vortragssaal
Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale)

Traumatische Erfahrungen und Stress sind starke Risikofaktoren für spätere psychiatrische Erkrankungen wie Angst- und Depressionsstörungen. Solche Ereignisse können langfristige biologische Effekte haben und die Funktion von menschlichen Zellen verändern. Gleichzeitig beeinflussen genetische Unterschiede die Reaktion auf Stress und damit das Risiko, an stressbedingten Erkrankungen zu leiden. Elisabeth Binder geht in ihrem Vortrag auch darauf ein, wie ihre Forschung für die Diagnose und Therapie psychiatrischer Krankheiten genutzt werden kann.

Die Medizinerin und Neurowissenschaftlerin Elisabeth Binder ist Direktorin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München und Professorin an der Emory University, Atlanta, USA. In ihrer Forschung untersucht sie das Zusammenspiel von Risikofaktoren der Umwelt und der Genetik in der Entstehung von psychiatrischen Erkrankungen.

Der Vortrag ist die Auftaktveranstaltung des Leopoldina-Symposiums der Klasse III – Medizin, am Donnerstag, 13. Juli, ab 11:00 Uhr. Das Symposium der Mitglieder der Leopoldina-Klasse III – Medizin versteht sich als Forum für den interdisziplinären Austausch. In ihren englischsprachigen Vorträgen geben fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke in die aktuelle Forschung ihrer Fachgebiete.

Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten.

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