Wie lässt sich die Weitergabe von Gewalt über Generationen verhindern?

Manche Mädchen erleben Gewalt oder Vernachlässigung, andere wachsen in behüteten Verhältnissen auf. Eines Tages werden sie selbst Mütter. Das Risiko, eigene Gewalterfahrungen an Kinder weiterzugeben, ist erhöht. Aber die eigenen Kindheitserfahrungen, positive wie negative, setzen sich nicht immer in der nächsten Generation fort. Welche Faktoren tragen dazu bei, dass eine Mutter eine feinfühlige Beziehung zu ihrem Kind entwickelt? Diese Frage ist nahe liegend, wurde bisher aber kaum umfassend wissenschaftlich untersucht. Das wollen die an der Studie beteiligten Ärzte, Psychologen und Wissenschaftler aus Ulm, München, Magdeburg und Innsbruck nun ändern.

In den kommenden eineinhalb Jahren werden sie rund 3.800 Mütter, die ihre Kinder in der Ulmer Universitätsfrauenklinik zur Welt bringen, um ihre Beteiligung an der Studie bitten. Ziel ist herauszufinden, was Mütter befähigt, aus ihrer eigenen Gewalterfahrung herauszufinden, und was Mütter davon abhält. Daraus lässt sich dann auch ableiten, wie man Familien sinnvoll unterstützen kann. In der Studie „Meine Kindheit – Deine Kindheit“ arbeiten erstmals in Deutschland umfassend vernetzt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erwachsenenpsychosomatik, der klinischen Psychologie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Biologen und Sozialforscher zusammen. Sie betrachten die psychologische Entwicklung von Mutter und Kind, das soziale Umfeld und die Verknüpfung mit biologischen Faktoren wie beispsielsweise dem Hormonsystem. Wir möchten Ihnen die große Verbundstudie gerne näher vorstellen.

Ihre Gesprächspartner sind:

Prof. Dr. Jörg M. Fegert
Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, Koordinator der Studie

Prof. Dr. Iris-Tatjana Kolassa
Leiterin der Abteilung für Klinische und Biologische Psychologie am Institut für Psychologie und Pädagogik, Universität Ulm

Dr. Heinz Kindler
Arbeitsgruppenleiter, Deutsches Jugendinstitut München

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit freundlichen Grüßen,
Petra Schultze

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Ulm
Albert-Einstein-Allee 29
D- 89081 Ulm

Tel.: +49 – (0) 731 – 500.43.025
Fax.:+49 – (0) 731 – 500.43.026
Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de
idw 2013/0822. August 2013

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