Wie können Medizinstudium und Arztberuf familienfreundlicher werden?

Wie lässt sich ein Medizinstudium auch mit Kindern bewältigen? Was muss geschehen, um Ärztinnen und Ärzte mit Familie eine Facharztausbildung zu ermöglichen? Warum ist es für die Gesellschaft es so wichtig, gut ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner im Beruf zu halten? Diesen und weiteren Fragen geht die Tagung „Familienfreundlichkeit in der medizinischen Aus- und Weiterbildung“ nach, die die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg durchführt. Auf der Tagung werden auch erstmals die Ergebnisse der landesweiten online-Befragung von Medizinstudierenden mit Kindern vorgestellt.

Arztberuf und Familie zu vereinbaren, ist bereits im Studium, aber auch in der ärztlichen Weiterbildung schwierig. Da das Land aber Ärzte braucht, werden neue Konzepte zur besseren Vereinbarkeit diskutiert und erarbeitet. „Die Vereinbarkeit von Studium und Familie gewinnt in Wissenschaft und Forschung immer mehr an Bedeutung. Deshalb setzt das Land alles daran, studierende Eltern zu unterstützen, die Doppelbelastung durch Studium und Kind abzufedern und ein erfolgreiches Studium zu gewährleisten. Familienfreundlichkeit in der medizinischen Aus- und Weiterbildung ist darüber hinaus nicht nur politisch, sondern gesamtgesellschaftlich ein wichtiges Ziel“, betont Klaus Tappeser, Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Leiter der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie und Studiendekan Humanmedizin der Universität Ulm ergänzt: „Zwei Drittel aller Medizinstudierenden sind heutzutage Frauen. Für sie bedeutet die Familiengründung häufig noch einen Knick in der Karriere, obwohl angesichts eines zunehmenden Ärztemangels auf diese gut ausgebildeten Frauen im Gesundheitssystem nicht verzichtet werden kann. Die Etablierung familiengerechter Rahmenbedingungen in der medizinischen Aus- und Weiterbildung ist deshalb zu einer vorrangigen Aufgabe geworden.“

Wie Studierende der Medizin mit Kindern in Baden-Württemberg ihre Situation bewerten, erhellen die Ergebnisse der landesweiten online-Befragung, die auf der Tagung erstmals vorgestellt werden (www.meduki.de). Weitere Themen sind die Familienfreundlichkeit als Zukunftsfrage in Unternehmen, best-practice-Beispiele aus Baden-Württemberg sowie eine Podiumsdiskussion mit Vertretern des baden-württembergischen Wissenschafts- und des Finanzministeriums, des Bundesfamilienministeriums, der Landesärztekammer sowie Studierenden und Ärzten.

Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen, gerne vermitteln wir auch Gespräche.

Kontakt: Dr. Hubert Liebhardt; Tel: +49 731 50 222 50; Mail: hubert.liebhardt@uni-ulm.de

Mit freundlichen Grüßen,
Petra Schultze

Universitätsklinikum Ulm
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(idw, 09/2010)

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