Wie Journalisten die Wissenschaft beobachten

„Höheres Krebsrisiko durch Genmais!“ Mit Schlagzeilen wie dieser reagierten die Massenmedien kürzlich auf die Veröffentlichung einer Studie in einer angesehenen Fachzeitschrift. Ist das das Ende der grünen Gentechnik? Oder eher falscher Alarm um einen wissenschaftlich wertlosen Rattenversuch, der von seinen Urhebern medial in Szene gesetzt wurde?

An diesem und weiteren aktuellen Beispielen zeigt der freie Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz am 22. Oktober um 16 Uhr im Studio Villa Bosch, wie Journalisten mit wissenschaftlichen Entdeckungen umgehen. Im Kolloquium des „Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) schildert er unter dem Titel: „Fakt, Fiktion, Fälschung“, wie Journalisten die Wissenschaft beobachten und warum es dabei immer wieder zu Fehlsichtigkeit kommt. Außerdem widmet er sich den Experten und der Frage, welche Fachleute wann zu Wort kommen und welche Stimmen unterschlagen werden. Seine These: Der Journalismus wird verschwinden, wenn er nur Übersetzer der Wissenschaft bleibt.

Volker Stollorz ist freier Wissenschaftsjournalist aus Köln und schreibt regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Er ist in verschiedenen Verbänden und Initiativen aktiv. Seit Juli 2012 ist Stollorz der erste „Journalist in Residence“ am HITS. Das Programm ermöglicht Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus die vertiefende Beschäftigung mit rechnergestützter, datengetriebener Forschung unabhängig vom Druck des Tagesgeschäfts.

Das Kolloquium findet im Tagungszentrum Studio Villa Bosch, Schloss-Wolfsbrunnenweg 33, statt. Anmeldungen sind erwünscht unter mack@h-its.org oder 06221-533201. Kostenfreie Parkplätze gibt es in der Garage „Unter der Boschwiese“.

Für Interessenten, die nicht nach Heidelberg kommen können: Der Vortrag wird aufgezeichnet und ist dann auf der Website des HITS abrufbar.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Peter Saueressig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
Tel: +49-6221-533-245
Fax: +49-6221-533-298
peter.saueressig@h-its.org
http://www.h-its.org

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