Wie ist die Wirkung von Hanfblüten?

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Hanf (Cannabis) ist eine uralte Nutzpflanze, die unsere Vorfahren schon kannten. Allerdings wurde sie Mitte des letzten Jahrhunderts in den meisten Staaten der Erde verboten. Inzwischen erlebt Hanf eine Renaissance, setzen doch immer mehr Menschen auf die möglichen wohltuenden Effekte dieses Gewächses mit den vielen Talenten.

Die Fasern der Hanfpflanze werden dabei vorwiegend in der industriellen Verarbeitung von Dämmstoffen und Textilien genutzt. Die Hanfblüten dagegen sind reich an Wirkstoffen, die das Wohlbefinden fördern und zahlreiche Beschwerden lindern könnten. Das wurde auch von der Politik erkannt, denn seit 2017 darf medizinisches Cannabis auf Rezept verschrieben werden!

Hanfblüten – Unterschied zwischen CBD Blüten und Marihuana

Die Hanfpflanze verfügt über mehr als 100 Wirkstoffe (Cannabinoide), die sich im Laufe der Wachstumsphase in den Blüten konzentrieren. Bisher erfahren allerdings erst zwei davon eine erhöhte Aufmerksamkeit. Dabei dreht es sich um THC (Tetrahydrocannabinol), welchem bewusstseinserweiternde und therapeutische Wirkungen attestiert werden. Außerdem gelangte CBD (Cannabidiol) inzwischen zur Marktreife. Dieser Substanz werden entzündungshemmende, schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften zugeschrieben.

Die Züchter haben sich in der näheren Vergangenheit auf diese beiden Cannabinoide konzentriert. So entstanden stark THC-haltige Hanfpflanzen wie zum Beispiel die auf zamnesia.com Lemon Haze genannte Hanfsorte. Die Blüten dieser Gattungen laufen im Allgemeinen unter der Bezeichnung Marihuana.

CBD-haltige Pflanzen dagegen entstammen reinen Nutzpflanzen, bei denen der THC-Gehalt auf ein Minimum reduziert wurde, damit er den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Am Erscheinungsbild der Hanfblüten ist dieser gravierende Unterschied allerdings nicht zu erkennen. Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen.

Wie lassen sich die Hanfblüten einnehmen?

Getrocknete Hanfblüten lassen sich auf mehrere Arten konsumieren. Die gebräuchlichste Methode ist das Rauchen. Dabei werden die Hanfblüten mechanisch zerkleinert, im Verhältnis von etwa 1:1 mit Tabak vermischt und zu einer Zigarette gedreht. Problematisch bei dieser Methode sind die negativen Folgen des Tabakkonsums. Bei der Verbrennung werden Tausende toxische Stoffe freigesetzt, die durch Inhalation in der Lunge landen. Alternativ können die Blüten auch in einer Pfeife pur geraucht werden.

Eine gesündere Methode wird im Verdampfen (vaporizing) gesehen. Dabei wird die reine Blüte ohne Tabakzusatz in einem sogenannten Vaporizer, der einer E-Zigarette gleicht, auf knapp 200° Celsius erhitzt. Bei diesem Verfahren werden die Wirkstoffe schonender freigesetzt, um sie dann zu inhalieren. Experten gehen davon aus, dass beim Gebrauch eines Vaporizers 95 % weniger Schadstoffe eingeatmet werden als beim Rauchen.

Außer diesen gebräuchlichen Methoden können Hanfblüten in Form von Tee genossen werden. Einige Anwender zerkleinern die Blüten, um sie als Kräutermischung in der Küche zu verwenden. Dabei empfiehlt es sich, den Speisen immer etwas Fett beizugeben, da Cannabinoide fettlöslich sind.

Bei welchen Krankheiten und Beschwerden könnten CBD Blüten wirken?

Die Verbreitung und der Erwerb von THC-haltigen Blüten sind derzeit noch verboten, weil sie dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen. Daher kann an dieser Stelle nur auf CBD-haltige Blüten eingegangen werden. Dabei ist es bei allen CBD-Produkten notwendig, dass das verwendete Saatgut von der EU (Europäische Union) zertifiziert ist. Außerdem darf der THC-Gehalt den Wert von 0,2 % nicht überschreiten.

Vorangestellt sei, dass CBD kein Heilmittel ist. Es kann mit dem Wirkstoff, nach heutigem Wissensstand, keine Krankheit kuriert werden. Dazu sind fundierte wissenschaftliche Untersuchungen noch zu dünn gesät. Laut Erfahrungsberichten liegt allerdings die Linderung von Symptomen im Bereich des Möglichen. Daher wird in der Anwendung von Hanfblüten vor allem bei den folgenden Beschwerden ein vielversprechendes Potenzial gesehen, um Patienten und Leidenden etwas Lebensqualität zurückzugeben:

  • chronische Schmerzen
  • Arthrose und rheumatische Arthritis
  • Entzündungen aller Art
  • Multiple Sklerose
  • Epilepsie
  • Angststörungen und Panikattacken
  • Parkinson
  • Auswirkungen der Chemotherapie bei Krebserkrankungen
  • Adipositas
  • Übelkeit
  • Schlafstörungen
  • Stresssymptome

Gibt es auch Nebenwirkungen?

CBD ist ein natürliches Produkt. Daher ist davon auszugehen, dass die Anwendung von Hanfblüten weitaus weniger gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen mit sich bringt als etwa starke Schmerzmittel oder Antidepressiva. Allerdings fehlen für diesen Bereich verlässliche Langzeitstudien. Bei Überdosierungen wird gelegentlich von Müdigkeit und Übelkeit berichtet.

Vorsicht sollte walten, wenn der Betreffende andere Medikamente einnehmen muss. Dabei kann es zu Wechselwirkungen kommen, welche vorher mit dem behandelnden Arzt erörtert werden sollten. Auch bei Operationen, bei denen eine Narkose verabreicht wird, muss der betreffende Anästhesist informiert werden.

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