Wie es wirklich zu Klonschaf Dolly kam

Wie eine Detektivin

Wissenschaftliche Veröffentlichungen, Nachlässe verstorbener Forscher, Notizen aus der Arbeit im Labor, Zeitzeugeninterviews, Zeitungsartikel, Vorträge von Tagungen sind die Quellen von Christina Brandt. Wie eine Detektivin schlüpft sie in die Haut der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ergründet ihre Netzwerke, versucht jedes einzelne Detail ihrer Experimente nachzuvollziehen.

Äpfel waren die ersten Klone

Im Falle des Klonens geht die Geschichte zurück bis an den Beginn des 20. Jahrhunderts. Damals ging es um die ungeschlechtliche Erzeugung von Pflanzen. Äpfel waren die ersten Klone. Erst viel später griffen Wissenschaftler anderer Disziplinen die Technik für andere Zwecke wieder auf und entwickelten sie weiter. Embryologen nutzten sie für ihre Grundlagenforschung. Und wieder andere kamen 30 Jahre später darauf zurück und erzeugten Dolly.

Ein ethisches Problem

Große zeitliche Lücken und das Überschreiten von Disziplinengrenzen sind in der Wissenschaftsgeschichte typisch. „Man kann nie wissen, wofür etwas, das jemand zu einem bestimmten Zweck entwickelt, einmal genutzt werden wird. Das ist natürlich auch ein ethisches Problem“, so Christina Brandt. Unzählige Faktoren und Zufälle haben einen Einfluss auf die Wissensentstehung. „Gewissheiten, die wir heute zu haben meinen, können in ein paar Jahrzehnten schon längst wieder revidiert oder gar überholt sein“, sagt die Forscherin.

Ausführlicher Beitrag in Rubin

Einen ausführlichen Beitrag über die Forschung von Christina Brandt (http://news.rub.de/wissenschaft/2016-10-19-wissenschaftsgeschichte-wie-es-zu-klonschaf-dolly-kam) und ein Interview mit ihr (http://news.rub.de/wissenschaft/2016-10-19-interview-detektivin-auf-der-spur-des-wissens) finden Sie im Wissenschaftsmagazin Rubin der Ruhr-Universität Bochum. Texte auf der Webseite und Bilder aus dem Downloadbereich dürfen unter Angabe des Copyrights für redaktionelle Zwecke honorarfrei verwendet werden.

Pressekontakt

Prof. Dr. Christina Brandt, Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum, Tel.: 0234 32 27999, E-Mail: christina.brandt@rub.de

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