Wichtige WHO-Resolution zur Virushepatitis verabschiedet

Am Freitag, den 21. Mai 2010 hat die 63. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly) der WHO (World Health Organization) in Genf eine wichtige Resolution zur Virushepatitis verabschiedet.
Mit der Resolution erkennt die WHO erstmals Hepatitis als ein weltweit bedeutendes Gesundheitsproblem an. Die WHO will zukünftig Unterstützung bei der Einwerbung von Finanzmitteln für weltweite Maßnahmen und die Verhandlungen mit den Staatsregierungen bieten. Außerdem wird der Welt-Hepatitis-Tag ein offizieller Gesundheitstag der WHO, erstmals am 28. Juli 2011.
Die Deutsche Leberstiftung begrüßt die Resolution der WHO ausdrücklich. „Mit dieser Resolution haben wir die Möglichkeit, die Früherkennung von Lebererkrankungen weltweit voranzutreiben. Wir können heute viele Betroffene heilen. Diese Chancen dürfen wir nicht ungenutzt lassen. Der Leberzellkrebs als Folge der chronischen Hepatitis gehört zu den Krebsarten, die in ihrer Häufigkeit weiter zunehmen. Das können wir verhindern, wenn wir chronische Lebererkrankungen rechtzeitig erkennen und behandeln." betont Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender den Deutschen Leberstiftung. "Dabei ist die Resolution der WHO eine große Unterstützung."
Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Generalsekretär der Europäischen Lebergesellschaft (EASL – European Association for the study of the liver) bemerkt dazu: “Die WHO-Resolution hat für viele Patienten eine große Bedeutung. Virushepatitis stand bisher nicht mit auf der Liste der bedeutenden Infektionskrankheiten wie HIV, Tuberkulose und Malaria. Die Resolution hat die Möglichkeit, die ungleiche Behandlung der Erkrankungen zu beenden.“

Die Deutsche Leberstiftung verfolgt das Ziel, die Patientenversorgung durch die Förderung der Forschungsvernetzung zu verbessern und die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen zu steigern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter <www.deutsche-leberstiftung.de>.

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Deutsche Leberstiftung
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Fax 0511 – 532 6820
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(idw, 05/2010)

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