Wertschätzung in der Pflege als Rezept gegen Fachkräftemangel – HFH-Studentin als Fachautorin

Die Zukunft bringt immer mehr Ältere und Pflegebedürftige, dabei immer weniger Pflegekräfte – diese Gleichung ist hinreichend bekannt. Doch wie lässt sich diese Schere schließen? Staatliche Aus- und Weiterbildungsinitiativen sind eine Möglichkeit, Personal zu qualifizieren. Noch wichtiger ist es allerdings, dass kompetentes Personal motiviert ist, zu bleiben.

„Der Personalbindung kommt beim Personalmanagement eine Schlüsselrolle zu“, schreibt Autorin Katrin Blanck-Köster, die an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) seit 2010 Gesundheits- und Sozialmanagement studiert in ihrem Fachartikel „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ („Die Schwester Der Pfleger“, 5/13). „Die Zufriedenheit der Beschäftigten hängt dabei langfristig nur in zweiter Linie von finanziellen Anreizen ab.“ Relevanter sind die sozialen Bedingungen am Arbeitsplatz. Das gilt vor allem für die sogenannte Generation Y, Personen die nach 1981 geboren sind und für die ein lebenswertes Jobumfeld außerordentlich wichtig ist. Besonders in Pflegeberufen sind die Anforderungen an Beschäftigte hoch, drücken Einsparungen und ein knapper Personalschlüssel auf die Attraktivität der Branche. Belastungen im Job führen zu gesundheitlichen Problemen: Über 50 Prozent des Pflegepersonals erleiden psychische Erkrankungen (wie Belastungssyndrome). Die häufig eingesetzte Zeitarbeit reduziert Teamfähigkeit und funktionierende Zusammenarbeit. Das schadet dem Wohlgefühl am Arbeitsplatz und nicht zuletzt den zu Pflegenden. Als entscheidenden Faktor für eine erfolgreiche Personalbindung und damit eine gesunde, zufriedene, motivierte Belegschaft beschreibt Blanck-Köster wertschätzende Führung.

Die ausgebildete Fachkrankenschwester Katrin Blanck-Köster ist Leiterin der Weiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie am Bildungszentrum Schlump in Hamburg. Sie organisiert die von ihr entwickelte Weiterbildung für Intensivmedizin und Anästhesie der DRK-Schwesternschaft Berlin und wirkte bei der Konzeption eines Masterstudiengangs mit. Seit 2010 studiert Katrin Blanck-Köster Gesundheits- und Sozialmanagement (B.A.) an der Hamburger Fern-Hochschule.

Mit rund 10.000 Studierenden ist die HFH · Hamburger Fern-Hochschule eine der größten privaten Hochschulen Deutschlands. Sie verfolgt das bildungspolitische Ziel, Berufstätigen und Auszubildenden den Weg zu einem akademischen Abschluss zu eröffnen. An über 40 regionalen Studienzentren bietet die staatlich anerkannte und gemeinnützige Hochschule ihren Studierenden eine wohnortnahe Betreuung. Angeboten werden zahlreiche Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Technik sowie Wirtschaft.

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