Werteorientierung für Gesellschaft und Unternehmen

Zum Selbstverständnis des Wilhelm-Löhe-Ethikinstituts (WLE) gehört es, ökonomische, technische und gesundheitswissenschaftliche Perspektiven durch eine stimmige Werteorientierung zu ergänzen. „Wir vertreten ein einladend-christliches Profil“, erläuterte der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Dr. Elmar Nass.
Begrüßt wurden die zahlreichen geladenen Gäste des Festakts vom Leiter der Diakonie Neuendettelsau, Rektor Prof. Dr. h. c. Hermann Schoenauer und vom Vizepräsidenten der WLH, Prof. Dr. Jürgen Zerth. „Ethik zahlt sich in allen Lebensbereichen aus“, sagte Schoenauer, „auch in der Ökonomie“. Die Festansprache hielt der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein. Er verband ethische mit politischen Fragestellungen und erinnerte an den Leitgedanken von Ludwig Erhard, dass die Wirtschaft dem Menschen dienen müsse und nicht umgekehrt.
„In unserer technologisch und digital geprägten Welt gewinnen vor allem auch ethische Fragestellungen immer mehr an Bedeutung. Ich bin überzeugt davon, dass die Wilhelm Löhe Hochschule Fürth in diesem Bereich sehr wertvolle Beiträge und Antworten finden wird“, sagte der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung. Der Präsident der IHK Nürnberg, Dirk von Vopelius, meinte: „Die Diskussion über Wirtschaftsethik kann nicht intensiv genug geführt werden – wir wollen deshalb als IHK Nürnberg das Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns wieder stärker ins Blickfeld rücken“. „Die ethischen Fragestellungen am Beginn und am Ende des Lebens sind von großer Tragweite. Bislang sind die Fragen zum Schwangerschaftsabbruch und zur Sterbehilfe nur unzureichend gelöst. Mit der Gründung des Ethik-Instituts ist nun eine intensive Beschäftigung mit dieser Thematik und eine bessere Ausbildung möglich“, ergänzte Chefarzt Prof. Dr. Franz Kainer (Klinik Hallerwiese Nürnberg).

Preisträger ausgezeichnet

Zum Abschluss des offiziellen Teils wurden die Gewinner des erstmals ausgeschriebenen Ethikpreises von Schirmherr Markus Braun, Bürgermeister der Stadt Fürth, und Jury-Mitglied Britta Stolte (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München) ausgezeichnet. Den 1. Preis erhielt die Q11 des Gymnasiums Parsberg für ihren Podcast zum Thema „Terrorismus“. Den 2. Preis gab es für „Philosophische Essays“ aus den 10. Klassen des Gymnasiums Weilheim. Auf Platz drei landete Lisa Altendörfer vom Maria-Ward-Gymnasium Bamberg mit ihrer Seminararbeit „Euthanasie – ein vielschichtiger Begriff. Bedeutung der menschenwürdigen Sterbebegleitung durch Hospizarbeit“. Mit einem Sonderpreis wurde die Karikatur „Weil jeder Mensch zählt – Altenpflege“ aus dem Ethikkurs (9. Klasse) des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt prämiert. Inzwischen läuft auch schon die Ausschreibung für den 2. Schülerwettbewerb. Bis 20. Februar 2016 sind Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich kreativ und reflektiert mit aktuellen ethischen Fragen auseinanderzusetzen, eigene Positionen beziehungsweise Präsentationen zu entwerfen und diese zur Diskussion zu stellen.
Prof. Nass stellte die „Mission des WLE“ vor: „Eine Kultur Sozialer Marktwirtschaft ist unsere Mission. Im Sinne Wilhelm Löhes ist die Verantwortung vor Gott der Anker sozialen Friedens. Dafür treten wir im WLE ein: selbstbewusst christlich, frei im Denken, und einladend tolerant“. Das Wilhelm-Löhe-Ethikinstitut ist unter der Adresse wlh-fuerth.de/ethikinstitut im Internet erreichbar.

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