Wer resigniert, hat schon verloren

(djd). Steife Gelenke, schmerzende Knochen, Muskeln oder Sehnen quälen in Deutschland etwa neun Millionen Menschen. Sie leiden unter Rheuma. Die schmerzhafte Krankheit ist keine Frage des Alters – von den fast 400 unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen können Junge und Alte, Frauen und Männer, Kinder und Erwachsene betroffen sein. Denn neben altersbedingtem Verschleiß durch körperliche Arbeit oder Sport können beispielsweise Übergewicht, Fehlhaltungen, Spätfolgen von Verletzungen und genetische Faktoren zu Entzündungen, Gelenkveränderungen und Schmerzen führen.

Eigeninitiative ist gefragt

Gerade zu Beginn der Beschwerden können die Einordnung der Symptome und damit eine gezielte Therapie schwierig sein. Dabei ist heute für viele rheumatische Erkrankungen bekannt, dass bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung ein weitgehender Stillstand der Erkrankung erreicht und eine Zerstörung der Gelenke in vielen Fällen verhindert werden kann. Moderne, multimodale Therapiekonzepte sehen dabei neben der Behandlung durch den Arzt und Physiotherapeuten die aktive Beteiligung der Betroffenen vor. Mit einfachen Tricks beim Sitzen, Lasten tragen oder bei der Gartenarbeit kann man Schmerzen vorbeugen und diese auch lindern. Unter http://www.stark-gegen-schmerz.de gibt es Übungsvideos, Tipps und eine Broschüre zum Download.

Schmerzen und Entzündung gleichermaßen bekämpfen

Um Gelenkbeschwerden zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten, ist neben der physikalischen Therapie oft auch der Einsatz von Medikamenten nötig. Experten wie Prof. Dr. Andreas Weerth raten zu einer Stufentherapie, bei der die Medikamentengabe an die Beschwerden des einzelnen Patienten angepasst ist. Dabei sei neben der Schmerzbekämpfung auch die Behandlung der Gelenksentzündung wichtig: „Hier haben traditionelle Medikamente wie nicht steroidale Antirheumatika, aber auch die neueren COX-2-Hemmer eine große Bedeutung“, erläutert der Hamburger Internist. Die modernen Coxibe würden nicht nur schnell am Gelenk wirken, sondern in der Regel weniger Magenprobleme verursachen als klassische Wirkstoffe.

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