Wenn sich die Massen heiser singen

(djd). Alle vier Jahre ist es so weit: Die Fußballweltmeisterschaft macht aus sonst eher zurückhaltenden Männern leidenschaftliche Sänger. Selbst Exemplare, die nicht einmal unter der Dusche ein Liedchen trällern, geben sich im Stadion frenetischen Fangesängen hin. Den mitreißenden Melodien des „Olé, olé, olé, olé“, das aus allen Ecken schallt, können sich auch die weiblichen Fans nicht entziehen. Jung und Alt stimmen lauthals in die Freudenchöre ein, umschallt von Vuvuzela-Fanfaren. Doch nicht nur im Stadion herrscht Freudentaumel, auch am heimischen Fernseher wird bei jedem Tor gebrüllt, was das Zeug hält. Fiese Fouls lösen stimmgewaltige Diskussionen in der Fanrunde aus. Doch ein Monat Dauerjubel kann eine extreme Strapaze für die Stimme bedeuten. Zudem bekommt kaum ein Fußballfan vier Wochen Extraurlaub, und für Schweigen wird niemand bezahlt. Vor allem die Stimme von Personen in Sprechberufen findet somit kaum die nötige Erholung.

Rachenschleimhaut nachhaltig befeuchten

Kratzige Misstöne statt Vollklang des Stimmorgans und Heiserkeit bis hin zum Stimmverlust sind oft das Ende vom Lied. Stimmexperten empfehlen hier das Motto „Schweigen ist Gold“ als beste Erste-Hilfe-Maßnahme. Vor allem das Räuspern oder Flüstern sollte tunlichst unterlassen werden, da dies sogar gesunden Stimmbändern mehr abverlangt als normales Reden und die Symptomatik eher verschlimmert. Eine rasch wirksame Hilfe bei einer strapazierten Stimme kann Hyaluronsäure sein. Dr. Thorsten Zehlicke, Oberarzt des Hamburger Bundeswehrkrankenhauses: „GeloRevoice Halstabletten beispielsweise, die mit Hyaluronsäure für eine nachhaltige Befeuchtung der Mund- und Rachenschleimhaut sorgen, können die Symptome Räusperzwang, Heiserkeit und Hustenreiz deutlich reduzieren.“

Jubeln mit Aufwärmen

Bereits vor dem Anpfiff können sich Fans auf die stimmlichen Strapazen der Jubelzeit vorbereiten. Zum Entspannen des Kehlkopfs dient Gurgeln, Zunge rausstrecken, bewusstes Gähnen oder Kauübungen, bei denen Worte geformt werden. Kleine Gesangsübungen, aus dem Internet oder beim Stimmtrainer erfragt, wärmen den Sprechapparat auf, bevor es richtig zur Sache geht. Die Stimmbänder mögen es feucht, viel trinken ist also ratsam. Doch sollten es vorwiegend alkoholfreie Getränke sein, da Alkohol die empfindlichen Schleimhäute des Rachens unnötig reizt. Ähnliches gilt für Tabak und scharfe Gewürze. Auch Lutschbonbons, Honig und Kräutertees können zur Befeuchtung des Rachenraums beitragen. Heiserkeit ist in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Doch spätestens, wenn sich nach drei bis vier Wochen die Beschwerden nicht gebessert haben, ist ein Besuch beim Facharzt angesagt. Eine längere Heiserkeit kann zum Beispiel auf Veränderungen wie Knötchen an den Stimmbändern hinweisen.

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