Wenn es Montag in der Früh vier Uhr schlägt …

(djd). Das schweizerische Basel, im Dreiländereck zu Deutschland und Frankreich am Rheinknie gelegen, ist immer eine Reise wert. Wer die Stadt einmal von einer ganz anderen Seite erleben möchte, sollte den Montag nach Aschermittwoch nicht versäumen: Um vier Uhr in der Früh erlischt in der Altstadt die Straßenbeleuchtung und damit auch das normale Leben. Pünktlich auf den vierten Glockenschlag hin stimmen Abertausende von maskierten und kostümierten Trommlern und Pfeifern die archaisch anmutende Melodie des „Morgestraich“ an, während die Gassen, Straßen und Plätze der Innenstadt vom Schein unzähliger, bunt bemalter Laternen in ein zauberhaft diffuses Licht getaucht werden.

Drei Tage ohne Unterbrechung

Der Morgestraich ist der Auftakt zur Basler Fasnacht, die sich ohne Unterbrechung über drei Tage hinzieht, bis am Donnerstagfrüh, wiederum um vier Uhr, alles zu Ende geht. Ausgesprochen ernsthaft gehen die Baslerinnen und Basler die Vorbereitungen auf ihre drei schönsten Tage im Jahr an: In zahlreichen Cliquenkellern und Restaurantsälen in der ganzen Stadt verfeinern die Cliquen das gesamte Jahr hindurch ihr Trommel-und Piccoloflötenspiel und Guggenmusikerinnen und -musiker studieren neue, fetzige Arrangements ein. Die weit mehr als 10.000 Aktiven stammen aus allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten.

Ungebändigte Fasnachtsanarchie

Einzigartig an der Basler Fasnacht ist ihre Mischung aus anarchischem Chaos und geordneter Großveranstaltung. Der Dienstagnachmittag gehört vor allem den Kindern, während die großen Plätze der Innenstadt an diesem Abend den Guggenmusiken vorbehalten sind.

Zehntausende von Schaulustigen lassen sich Jahr für Jahr von der Basler Fasnacht begeistern, stehen beim Umzug am Montag- und Mittwochnachmittag – Cortège genannt – Spalier, ziehen abends hinter Cliquen und Guggenmusiken durch die verwinkelte Altstadt und versuchen in den vielen Restaurants den Sinn der im Basler Dialekt vorgetragenen oder gesungenen satirischen Verse, den „Schnitzelbänggen“, zu ergründen.

Alle Informationen gibt es unter http://www.basel.com und http://www.fasnachts-comite.ch im Internet.

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