Wenn die Brille nicht mehr reicht

(djd). Die Deutschen werden immer älter. Das ist ein Grund zur Freude, keine Frage. Doch mit zunehmenden Jahren kommt auch das eine oder andere Zipperlein ins Spiel, das man überhaupt nicht gebrauchen kann. Typisch ist, dass die Sehfähigkeit mit der Zeit geringer wird. Denn die Augen bleiben nicht so jung, wie sich die agilen Senioren von heute meist fühlen. Sie sind stets so alt, wie der Mensch tatsächlich ist. Wenn das spürbar wird, weil Details nicht mehr so gut erkannt werden oder weil die Lichtempfindlichkeit zunimmt, dann ist es Zeit für eine Fachberatung beim Augenarzt oder beim spezialisierten Optiker.

Kantenfilterbrillen gegen Blendwirkungen

Beispielsweise auf http://www.low-vision-kreis.de sind Fachleute aus ganz Deutschland vertreten, die wissen, welche Hilfsmittel in der jeweiligen Situation geeignet sind. Sie haben einen umfassenden Überblick über mehrere Hundert Produkte verschiedener Hersteller, deren Auswahl und Anpassung für den Laien fast unmöglich sind. Ein Beispiel ist die altersabhängige Makuladegeneration, kurz AMD. Diese Erkrankung wird von einer starken Lichtempfindlichkeit begleitet, weshalb Experten beispielsweise Kantenfilterbrillen empfehlen, mit denen die Blendwirkungen des UV-Lichts und der Blaulichtanteile ausgeglichen werden können. Weil diese Brillen das Kontrastsehen verbessern, werden Bordsteinkanten und Treppenstufen wieder besser erkannt – was wiederum vor Stürzen und gefährlichen Knochenbrüchen schützen kann. Solch eine Kantenfilterbrille ist für 130 bis 400 Euro im optischen Fachhandel zu haben.

Für jede Situation die passende Lupe

Kann man in der Nähe nicht mehr so gut sehen wie früher, dann sind kompakte Handlupen, die es als einfache Einschlaglupen ab 20 Euro gibt, oder Lupen mit LED-Beleuchtung, die von 50 bis 70 Euro zu erwerben sind, eine gute Wahl. Wesentlich komfortabler sind elektronische Lupen für rund 700 Euro, die eine bis zu 15-fache Vergrößerung erlauben. Angenehm ist, dass man wie beim Fotoapparat Standbilder machen kann, um sie sich anschließend in Ruhe anzuschauen. Wer ein Rezept vom Augenarzt hat, kann vielfach mit einer Zuzahlung seiner Krankenkasse rechnen.

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