Wenn der Anhänger zur Gefahr wird …

(dmd). Nicht für alle Ladungen sind die Kofferräume groß genug. Für bestimmte Zwecke wie zum Beispiel einen Großeinkauf im Baumarkt oder einen Umzug braucht man schon mal einen Anhänger für den Transport. Wird dieser nicht nach Vorschrift und zu schwer beladen, drohen negative Konsequenzen: Die Fahrsicherheit leidet enorm. Und wer erwischt wird, muss tief in den Geldbeutel greifen.

Besonders kritisch für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen ist eine Überladung. Dies demonstrierte ein Test des ADAC. Schon 30 Kilogramm zu viel lassen den Anhänger bei unbedachten Lenkmanövern so stark ausschwenken, dass er mit dem Heck des Autos kollidieren kann. Auch der Eingriff des Schleuderschutzes ESP kann dann bei Geschwindigkeiten um 80 km/h das Gespann nicht mehr unter Kontrolle bringen. Aber nicht nur beim Lenken, sondern auch beim Bremsen droht Gefahr, denn der Anhalteweg verlängert sich allein durch die Überladung um zwei Meter.

Hohe Bußen für Verweigerer
Wie viele Einkäufe auf den Hänger geladen werden dürfen, verrät das Typenschild am Anhänger. Dabei spielt nicht nur das Gesamtgewicht, sondern unter anderem auch die Stützlast, mit der der Anhänger auf die Kupplung drückt, eine Rolle. Nicht zuletzt müssen auch die Vorgaben des Zugfahrzeugs eingehalten werden; diese finden sich in den Fahrzeugpapieren und in der Bedienungsanleitung. Wer die zulässige Beladung des Anhängers überschreitet wird bei einer Kontrolle kräftig zur Kasse gebeten. Ab 30 Prozent Mehrgewicht drohen 235 Euro Bußgeld und drei Punkte in Flensburg.

Das Gewicht muss aber nicht nur im erlaubten Rahmen bleiben, sondern auch korrekt verteilt sein. Vor allem, wenn der Anhänger im hinteren Bereich zu schwer ist, hat das einen ungünstigen Einfluss auf die Gewichtsbalance des Gespanns. Der Anhänger sollte daher möglichst gleichmäßig bestückt werden. Doch selbst, wenn der Fahrer beim Beladen alles richtig macht, sollten ungeübte Gespannfahrer Vorsicht walten lassen. Denn durch das Ankuppeln des Hängers ändert sich immer auch das Fahrverhalten des Zugwagens. Vor allem beim Abbiegen und bei Fahrten mit höherem Tempo fordert dies Eingewöhnung.

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