Wenn das Leben am seidenen Faden hängt – Chancen der modernen Spitzenmedizin

Das Programm gewährt einen umfassenden Einblick in ein spannendes Fachgebiet und beleuchtet zahlreiche Facetten der modernen Spitzenmedizin und Notfallrettung (s. Programm). Zu dem Informationstag sind alle interessierten Bürger und Familien recht herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

"Wir möchten unseren Besuchern zeigen, dass die Intensivmedizin mit ihren Apparaten und Schläuchen kein Fluch der modernen Medizin ist, sondern vor allem eine Chance für das Leben", erläuterte Schwester Ines Scheer vom Zentrum für Intensiv- und Überwachungspflege das Anliegen der Veranstaltung. "Gemeinsam und durchaus auf unterhaltsame Art und Weise wollen wir Wissen vermitteln und somit Ängste und Vorbehalte gegenüber der Hochleistungsmedizin auf der Intensivstation abbauen."

Am Aktionstag im Klinikneubau können eine Reihe von anschaulichen Vorträgen rund um die lebensrettende Intensivmedizin besucht und Fragen an die Experten gestellt werden. Wie gefährlich sind "Keime" im Krankenhaus und zu Hause, woran starb der Papst und andere Prominente, welche "Schleichwege" gibt es bei minimalinvasiven Operationen und wie kann eine "normale" Grippe zur echten Lebensgefahr werden? Wie funktioniert eine Narkose, warum sind Organspenden so wichtig und was muss bei einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bedacht werden? "Das sind Themenfelder, die eigentlich für fast alle Menschen einmal von Bedeutung sein können", so Sebastian Maletzki vom Patienteninformationszentrum.

Erfahrene Pflegekräfte und Ärzte stehen zudem bereit, um die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und technischen Geräte für den Ernstfall direkt vor Ort zu erklären. Ein typisches Patientenzimmer auf der Intensivstation, der Schockraum zur Erstversorgung von Schwerstverletzten sowie acht Informationsstände im Foyer können besichtigt werden.

Die Intensivmedizin ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten befasst. Das geschieht meist in besonders aufwändig ausgerüsteten Intensivstationen eines Krankenhauses, die durch Fachärzte wie Anästhesisten, Internisten, Chirurgen oder Neurologen und speziell ausgebildetes Fachpflegepersonal für Anästhesie- und Intensivpflege geführt werden.

2. Tag der Intensivmedizin am Uniklinikum Greifswald
Sonnabend, 10. April 2010, 9.00 – 14.00 Uhr

Universitätsklinikum Greifswald, Neubau, Sauerbruchstraße, Foyer und Hörsaal Nord

P r o g r a m m

9:00 Uhr – Begrüßung der Gäste und Eröffnung der Veranstaltung
Schwester Ines Scheer, Zentrum für Intensiv- und Überwachungspflege am UKG

VORTRÄGE
09:05 Uhr – Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
Carin Schnitzer, Richterin am Vormundschaftsgericht Greifswald
09:35 Uhr – (Resistente) Keime – im Krankenhaus und zu Hause
Prof. Axel Kramer, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin am UKG
und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene
10:20 Uhr – Organ- und Gewebespenden am Universitätsklinikum Greifswald
Prof. Frank Feyerherd, Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivmedizin
und Transplantationsbeauftragter am UKG

11:30 Uhr – Herzinfarkt & Co. – "Muss es immer die große Operation sein?"
Oberarzt Dr. Torsten Reffelmann, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B (Kardiologie) am UKG
12:00 Uhr – "Von der Grippe zur komplexen Intensivmedizin – eine Fallpräsentation"
Oberärztin Dr. Sigrun Friesecke, Ärztliche Leiterin der Internistischen Intensivstation am UKG
12:45 Uhr – Die Narkose – "Schmerzen weg und Schlaf auf Knopfdruck?
Oberarzt Dr. Andreas Gibb, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKG
13:15 Uhr – Minimalinvasive Chirurgie – "Ist weniger manchmal mehr?"
Prof. Claus-Dieter Heidecke, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am UKG
13:45 Uhr – Berühmte Persönlichkeiten als Opfer der Blutvergiftung (Sepsis)
Oberarzt Dr. Matthias Gründling, Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivmedizin am UKG

INFORMATIONSSTÄNDE
Stand 1 – Ernährung auf der Intensivstation (mit Verkostung verschiedener Sondenkostformen)
Stand 2 – Technikausstellung (Medizintechnik, Intensivbetten, Überwachungstechnik etc.)
Stand 3 – Anästhesie (Verfahren, Materialien – "Anästhesie zum Anfassen")
Stand 4 – Wundversorgung (Verbände und Technik zur Wundversorgung in der Chirurgie)
Stand 5 – Blutdruck- und Blutzuckermessung
Stand 6 – Notarztwagen und Rettungswagen vor dem Klinikumseingang
Stand 7 – Blutspende und Blutbank
Stand 8 – Heimbeatmung und Maskenbeatmung (mit Möglichkeit zum Ausprobieren)

Besichtigung eines Patientenzimmers auf der Intensivstation
Besichtigung des Schockraums im Klinikumsneubau

Universitätsklinikum Greifswald
Zentrum für Intensiv- und Überwachungspflege
Leitung: Ines Scheer, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege
Friedrich-Loeffler-Straße 23 b, 17475 Greifswald
Projektkoordination: Patienteninformationszentrum (PIZ)
Sebastian Maletzki
T +49 3834 86-53 60
F +49 3834 86-53 62
M +49 151-152 40 452
E maletzki@uni-greifswald.de
<www.klinikum.uni-greifswald.de>
(idw, 03/2010)

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